US-Notenbank hält an Billiggeld-Politik fest

Keine Überraschung: Die Notenbank der USA belässt den Zins auf tiefstem Niveau. Noch erscheint der wirtschaftliche Aufschwung den Währungshütern als nicht stabil genug. Doch das Ende dieser Politik ist greifbar.

Die US-Notenbank Fed belässt den Leitzins bei Null bis 0,25 Prozent. Sie macht auch keine Abstriche an ihren milliardenschweren Anleihekäufen zum Ankurbeln der Wirtschaft.

Die Fed wird damit weiterhin langfristige Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere im Wert von monatlich 85 Milliarden US-Dollar kaufen, wie sie in Washington mitteilte. Experten haben mit diesen Entscheidungen aufgrund der Schliessung zahlreicher US-Bundesbehörden von Anfang bis Mitte Oktober gerechnet.

Der Verwaltungsstillstand dürfte nicht nur Konjunktur und Arbeitsmarkt belastet haben. Auch konnten viele Wirtschaftsdaten nicht pünktlich veröffentlicht werden, weil die federführenden Behörden geschlossen waren. Das erschwert der Fed die Beurteilung der Konjunkturlage.

Darüber hinaus ist der politische Streit um Bundesbudget und Schuldengrenze bei weitem nicht gelöst, er wurde lediglich ins nächste Jahr verschoben.