US-Steuerverfahren: Schweizer Anwalt bekennt sich schuldig

Ein Schweizer Anwalt hat sich vor einem US-Gericht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt. Der 57-jährige gab vor einem Bundesgericht in New York zu, in der Schweiz Bankkonten eröffnet zu haben – im Wissen, dass US-Bürger diese für Steuerhinterziehung verwenden würden.

Ein Firmenschild

Bildlegende: Der Beschuldigte war ehemals Partner der Zürcher Kanzlei Niederer Kraft & Frey. Keystone/Archiv

«Es war mir bewusst, dass mein Verhalten falsch war», erklärte der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger.

Gemäss einer Vergleichsvereinbarung verzichtet der Anwalt auf alle Provisionen, die er eingestrichen hatte, und kooperiert mit den US-Behörden. «Seine Kooperation ist vollständig und uneingeschränkt», erklärte sein Verteidiger, Thomas Ostrander, nach der Anhörung.

Von 2000 bis 2012

Der frühere Partner der renommierten Zürcher Kanzlei Niederer Kraft & Frey war im April zusammen mit einem Bereichsleiter der Zürcher Bank Frey angeklagt worden. Die Staatsanwälte warfen den beiden vor, US-Bürgern zwischen 2000 und mindestens 2012 geholfen zu haben, ihre Schweizer Konten vor den Steuerbehörden zu verbergen.