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Wirtschaft Vasellas Nachfolger verdient deutlich weniger

Das Pharmaunternehmen hat die Gehaltshöhe des neuen Verwaltungsratspräsidenten Jörg Reinhardt publik gemacht. Demnach verdient Reinhardt nicht einmal ein Drittel des Lohns von Vorgänger Daniel Vasella.

Legende: Video Wie erklärt Novartis diesen eklatanten Lohnunterschied? abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.04.2013.

Der neue Verwaltungsratspräsident von Novartis, Jörg Reinhardt wird, eine jährliche Vergütung von 3,8 Millionen Franken erhalten und damit nicht einmal ein Drittel der 13,1 Millionen Franken, die Vasella zuletzt bezogen hatte.

Zusätzlich erhält der neue Verwaltungsratspräsident eine «Entschädigung für verloren gegangene Ansprüche gegenüber seinem vorherigen Arbeitgeber» über 2,6 Millionen Euro. Reinhardt hatte zuletzt die Pharmasparte des deutschen Bayer-Konzerns geleitet.

Vasella-Gehalt bleibt Thema

Novartis kündigte weiter an, noch vor Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2013 «weitere Angaben zur Vergütung» von Vasella zu machen.

Der Konzern gab ausserdem bekannt, dass der bisherige Finanzchef der Pharmasparte, Harry Kirsch, Finanzchef des Gesamtkonzerns wird. Er übernimmt damit die Position von Jon Symonds, der nach 17 Jahren zurücktritt. Bis Ende des Jahres wird Symonds aber noch als Berater von Konzernchef Joseph Jimenez tätig sein.

Gewinnsteigerung im ersten Quartal 2013

Bei den Quartalszahlen verzeichnet Novartis einen Gewinn. Demnach hat das Unternehmen im ersten Quartal 2013 den Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 7 Prozent auf 2,42 Mrd. Dollar gesteigert. Der Betriebsgewinn lag bei 2,9 Mrd. Dollar und damit 6 Prozent höher als im Vorjahr.

Beim Umsatz legte Novartis um 2 Prozent auf 14,02 Milliarden Dollar zu. Wechselkursbereinigt betrug der Anstieg 4 Prozent, wie Novartis mitteilte. Konzernchef Joseph Jimenez sprach von einem «soliden Start ins neue Jahr». «Die beachtlichen Umsatzsteigerungen unserer Wachstumsprodukte trugen dazu bei, die Einbussen durch den Ablauf von Patenten wettzumachen», erklärte er laut Communiqué.

Der Umsatz der Pharmasparte stagnierte mit 7,9 Milliarden Dollar auf dem Niveau des Vorjahres. Hingegen stieg das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs um 6 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar.

Anders präsentiert sich das Bild bei der Generika-Sparte Sandoz: Sie legte beim Umsatz um 6 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu, musste allerdings aufgrund einer Rückstellung für Rechtsfälle einen Rückgang des Betriebsgewinns um 16 Prozent hinnehmen.

Am Ausblick für das Gesamtjahr hält das Unternehmen fest. Demnach wird bei konstanten Wechselkursen ein Nettoumsatz auf dem Niveau des Vorjahres (56,6 Milliarden Dollar) erwartet.

Novartis baut US-Stellen ab

Novartis restrukturiert sein Werk im US-amerikanischen Lincoln. Dadurch fallen in den nächsten zwei Jahren rund 300 Arbeitsplätze weg.

Der Standort Lincoln, wo Medikamente hergestellt werden, war im vergangenen Jahr wegen Qualitätsproblemen in den Fokus der Gesundheitsbehörde FDA gerückt. Zeitweise musste die Produktion unterbrochen werden.

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