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Veränderte Urlaubsbuchungen Erste Schweizer entdecken alte Reiseziele neu

  • Nach Anschlägen und politischen Unwägbarkeiten waren in einzelnen Ländern viele Feriengäste aus der Schweiz weggeblieben.
  • Erste Zahlen deuten darauf hin, dass der massive Rückgang bei den Buchungszahlen ein Ende gefunden hat.
  • Doch von einer Erholung wollen Reiseveranstalter noch nicht sprechen.

Der versuchte Putsch in der Türkei und mehrere Terroranschläge haben im Land von Präsident Erdogan in den letzten Jahren für einen massiven Rückgang der Feriengäste aus der Schweiz gesorgt.

Auch andere ehemals beliebte Destinationen wie Ägypten und Tunesien mussten zeitweise fast ganz auf Schweizer Touristen verzichten. Doch in diesem Jahr zieht es Badegäste offenbar wieder verstärkt in diese Länder.

Türkische Strände wieder beliebter

Die politische Lage in der Türkei ist weiterhin unsicher. Doch weil es in letzter Zeit keine grossen Anschläge mehr gegeben hat, wagen sich offenbar wieder mehr Schweizerinnen und Schweizer an die türkischen Strände.

Und auch für Ägypten und Tunesien, die zuletzt nur noch wenige Schweizer Gäste anlocken konnten, verzeichnen alle Reiseveranstalter hohe Zuwachsraten bei den Buchungen.

Stellvertretend sagt Priska Huguenin-dit-Lenoir von Hotelplan: «Für die Türkei haben wir einen Zuwachs von 66 Prozent, bei Ägypten sind es sogar 109 Prozent im Moment, und bei Tunesien liegen wir bei 72 Prozent, immer im Vergleich zum Vorjahr.»

Noch keine Rede von Trendwende

Allerdings, so schränken alle Reiseunternehmen ein: Noch im letzten Jahr wurden diese Destinationen kaum gebucht. Von einer Erholung oder einer Trendwende will deshalb niemand sprechen.

Touristen weichen weiterhin nach Spanien, Griechenland und Italien aus. Das zeige sich auch bei den Städtereisen. Nach Istanbul fliege fast nur, wer dort Verwandtschaft habe. Dasselbe gilt für das türkische Hinterland oder das tunesische Festland.

Werbeaktionen an Schweizer Bahnhöfen

Gerade die Türkei hat zuletzt grosse Anstrengungen unternommen, um die Schweizer Kundschaft zurückzugewinnen. Der türkische Staat hat Hotels billige Kredite gewährt, um ihre Anlagen aufzuwerten.

Ebenso fliessen offenbar Subventionen und Treibstoffrabatte. Und das Tourismusministerium führte Werbeaktionen im Internet und auch an Schweizer Bahnhöfen durch.

Finanziell war das Ausbleiben der europäischen Gäste für die türkische Reisebranche nicht ganz so tragisch wie beispielsweise für ägyptische Badeorte. Russische Touristen haben offenbar auch während der unruhigsten Zeiten Reisen in die Südtürkei gebucht.

34 Kommentare

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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Als Tourist und Feriengäste können WIR, die islamische Bevölkerung vieleicht überzeugen, ev. als Vorbilder funktionieren. Herr ERDOGAN ist gewählt, der Präsident sollte mit seinen Wiedersacher, dringend gute Gespräche führen, zusammen mit ISLAMKUNDIGEN Leuten. Das Land zu meiden ist sicher die falsche Richtung.
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  • Kommentar von Connie Müller (Connie-Elizabeth)
    Wenn jemand auf Sparferien steht es gibt besseres als die Türkei. Mein Tipp Southampton, England. Es liegt am Meer also was will man mehr ? Sonst noch als option Galway, Irland. Ebenfalls am Meer. Wenigstens gibt es an diesen Orten keine Diktatur und Flug und Hotel kommt auch noch billiger.
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    1. Antwort von Aytac Dogan (1923)
      Günstig Ferien inkl türkisblaues Meer, einer der besten Küchen in der Welt, weltberühmte Gastfreundschaft usw. Sie wollen jetzt England nicht mit der Türkei vergleichen was Badeferien anbelangt oder?!?
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    2. Antwort von Connie Müller (Connie-Elizabeth)
      Doch. In England gibt es besseres essen, die schönere Küste, freundliche Menschen. Meiner Meinung nach die nettesten der Welt. Habe selber in England gelebt, deshalb kann ich das auch sagen.
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  • Kommentar von Aytac Dogan (1923)
    Bin mir ziemlich sicher, dass diejenigen, die hier wehement gegen TR-Ferien sind, auch dann keinen Fuss ins wunderschöne türkisblaue Meer setzen würden, wenn Erdoğan nicht mehr an der Macht und das Land wieder demokratischer waehre ;). Ich kenn doch diesen Nebenton :)
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    1. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      Da irren Sie sich, wir waren vor mehreren Jahren die ganze Familie in Istanbul, war sehr interessant! Auch die Ausflüge/Wanderungen im Orientalischen Teil. Und ja, die Leute waren sehr aufgeschlossen und freundlich. Heute, unter den gegebenen Umständen, könnte ich mir eine solche Ferienwoche nicht vorstellen.
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    2. Antwort von Aytac Dogan (1923)
      Die Leute, die damals freundlich zu Ihnen waren, sind heute immer noch freundlich. Erdoğan ist weder Istanbul noch verkörpert er die Türkei, nur haben jetzt die Leute, die schon von Grund auf eine neg. Einstellung gegenüber der TR und oder Türken haben einen Grund dies öffentlich kund zu tun.
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