Versicherungen in der Schweiz florieren

Wer viel hat, versichert auch viel: Der Versicherungsbranche in der Schweiz geht es blendend. Im vergangenen Jahr wurden über 500 Stellen geschaffen.

Die Schweizer Versicherungsbranche blickt auf ein erfreuliches Jahr zurück. Bereits haben die grössten Gesellschaften die Geschäftszahlen für 2012 vorgelegt. Den Versicherern geht es so gut geht, weil die Menschen in der Schweiz immer mehr Versicherungen abschliessen. Die Prämieneinnahmen steigen seit Jahren. In den letzten 10 Jahren haben die Versicherten 20 Prozent mehr für Schadensversicherungen ausgegeben.

Lucius Dürr arbeitet beim Schweizerischen vom Schweizerischen Versicherungsverband. Er sagt dazu: «Primär hängt das mit dem Wohlstand zusammen. Den Bewohnern der Schweiz geht es sehr gut, verglichen auch mit dem nahen und fernen Ausland.» Bei mehr Wohlstand steige automatisch  die Versicherungssumme. «Wenn Sie teure Möbel kaufen, müssen sie sie auch höher versichern.»

Mehr Vollzeitstellen

Die Prämien für Sachversicherungen betragen fast 26 Milliarden Franken. Mehr Geld bezahlen die Menschen für Motorfahrzeugversicherungen, Versicherungen gegen Feuer und Wasserschäden, Lebensversicherungen und Krankenversicherungen. 

Das Wachstum führt dazu, dass die Versicherer im vergangenen Jahr in der Schweiz 500 Stellen schaffen konnten. In der Branche gibt es derzeit so viele Vollzeitstellen wie nie in den letzten 10 Jahren.

«Die Tatsache, dass wir vermehrt Stellen schaffen, hängt damit zusammen, dass es der Branche gut geht. Natürlich ist auch die Komplexität gewachsen, es braucht auch mehr Sachverständige.»

Wenig grosse Schadensereignisse

Das Versicherungs-Geschäft ist profitabel und so konnten die grössten Schweizer Versicherungen im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 9 Milliarden Franken ausweisen, die Zürich, Swiss Re, Swiss Life, Axa Winterthur und die Helvetia.

Die Versicherungen profitieren auch davon, dass es im vergangenen Jahr relativ wenige grosse Schadensereignisse gegeben hat. Deshalb konnten sie die Gewinne steigern, im Ausland, aber auch in der Schweiz.