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Von Güterverkehr bis GAV Die «Baustellen» der SBB

Heute findet die SBB-Jahresmedienkonferenz statt. Die Bahn kämpft an zahlreichen Fronten mit Problemen. Eine Übersicht.

Legende: Audio SBB-Chef Meyer kann Top-Posten neu besetzen abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
01:41 min, aus HeuteMorgen vom 20.03.2018.

Täglich nutzen über 1,2 Millionen Menschen die Verbindungen der SBB, dazu werden rund 145'000 Tonnen Güter transportiert. Rund 33'000 Mitarbeitende machen die SBB zu einer der grossen Arbeitgeberinnen der Schweiz. Das Unternehmen steht quasi auf vier Beinen, auf den vier Divisionen Personenverkehr, Immobilien, Infrastruktur und SBB Cargo. Das sind die wichtigsten Herausforderungen für die SBB:

SBB Cargo

Die Rechnung: Der Gütertransport von einzelnen Wagen zahlt sich laut SBB nicht mehr aus. Sie will sich in den nächsten Jahren auf die rentablen Punkte konzentrieren und in den Regionen sinnvolle Lösungen finden im Gespräch mit Kunden, Partnern und Kantonen. Rund die Hälfte der Bedienpunkte wird überprüft, rund ein Drittel der Stellen von SBB Cargo werden abgebaut.

Die politische Debatte: Die Diskussion über das Wie-weiter mit SBB Cargo ist noch nicht abgeschlossen. Der Bundesrat möchte SBB Cargo aber nicht privatisieren. Die Gütertochter soll unter dem SBB-Dach bleiben, doch ab 2019 sollen Investoren im Verwaltungsrat Einsitz nehmen können. Dabei soll SBB-Chef Andreas Meyer das Präsidium im Cargo-Verwaltungsrat abgeben. Das werde er tun, sagte er auf Anfrage von Radio SRF, der Termin dafür sei aber noch offen.

Personenverkehr

Fernverkehrs-Doppelstockzug: Die neuen Züge des Herstellers Bombardier kommen nicht aus den Schlagzeilen. Beim Bundesverwaltungsgericht ist eine Beschwerde des Dachverbands der Behinderten-Organisationen der Schweiz hängig, weil die Züge nicht behindertengerecht seien. Auch die Software in den Zügen soll noch immer für Probleme sorgen. Sechs Züge verkehren aktuell im Testbetrieb.

Fernverkehr: Welches Bahn-Unternehmen wird auf dem Fernverkehrs-Netz Züge fahren lassen können? Der Entscheid des Bundesamtes für Verkehr steht noch aus. Interessiert ist neben der SBB auch die BLS.

Romandie: Wie können die Verspätungen in der Westschweiz aufgefangen werden? Die Arbeiten am Ausbau der Bahn-Infrastruktur im Projekt Léman 2030 wirken sich heute schon auf den Betrieb aus.

Lokführer-Disposition: Wie und wann können die Pannen beim Dispositionssystem für die Lokführer, dem Informatiksystem Sopre, behoben werden?

Infrastruktur

Wie steht es um die Sicherheit auf den Baustellen nach tödlichen Unfällen?

Personal

Wissensverlust: Mit dem Abgang von Jeannine Pilloud als Leiterin Personenverkehr Ende 2017, mit den in angekündigten Wechseln an der Spitze von Immobilien und Infrastruktur geht viel Wissen verloren. Das stärkt die Position von Andreas Meyer als langjähriger Chef.

Sparprogramm und GAV: Die Gewerkschaften kritisieren die schwierigen Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Das sowie das angekündigte Sparprogramm für SBB Cargo verunsichere die SBB-Mitarbeitenden.

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