Von Roll rutscht weiter ab

Von Roll enttäuscht die Analysten erneut: Wieder schreibt die Industriegruppe rote Zahlen im ersten Halbjahr 2013.

Gusseisen wird in der Giesserei Von Roll in Emmenbruecke verarbeitet.

Bildlegende: Für das laufende Jahr wird mit einer weiteren Abschwächung der konjunkturellen Situation gerechnet Keystone

Unter dem Strich klafft bei Von Roll ein Verlust von fast 4 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode schrieb das Unternehmen noch 0,4 Millionen Franken Gewinn. Auch beim Umsatz sieht es nicht besser aus: Der ist um über 8 Prozent gesunken und liegt bei rund 246 Millionen Franken.

Das Unternehmen machte bei der Energieerzeugung das schwierige wirtschaftliche Umfeld verantwortlich. Auch der Markt der Hochspannungsindustrie entwickelte sich nicht stabil, schreibt Von Roll.

Als Massnahme baut die Firma 200 Stellen ab, 15 davon in der Schweiz, sagte Firmenchef Achim Klotz.

Von Roll muss handeln

Das Geschäft läuft indes schon länger schlecht: Bereits letztes Jahr schrieb Von Roll einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich.

Ein Analyst der Bank Vontobel schreibt von einer «erneuten Enttäuschung auf ganzer Linie mit alarmierendem Rückgang des Auftragseingangs». «Das einzige, das helfen könnte, wäre ein Verkauf des einen oder anderen Geschäftsbereichs oder die Freisetzung von Wert aus den stillen Reserven des Immobilienportfolios».

Von Roll

Von Roll ist ein weltweit tätiger Schweizer Industriekonzern, der auf Produkte zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung spezialisiert ist. Die Gruppe wird von der deutschen Industriellenfamilie von Finck beherrscht. Sie beschäftigt über 2000 Mitarbeiter.