VW erlässt Verkaufsverbot für VW

Der Volkswagen-Konzern stoppt in der EU endgültig den Verkauf der Autos, die mit der Manipulations-Software ausgerüstet sind. Bis November muss VW eine neue Lösung präsentieren.

VW-Autos hinter einem Zaun

Bildlegende: VW-Autos mit der Manipulations-Software sollen nach VW-Wunsch nicht mehr verkauft werden. Keystone

Volkswagen hat den Verkauf von Neuwagen mit Manipulations-Software in der
EU beendet. Der Konzern zieht damit die Konsequenzen aus dem Beschluss des Deutschen Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), das vor kurzem den Rückruf von 2,4 Millionen VW-Fahrzeugen in Deutschland angeordnet hatte.

Der Verkauf von noch im Lager befindlichen Neufahrzeugen sei gestoppt worden, sagte ein VW-Sprecher. Der Konzern habe die Händler in einem Schreiben über den Schritt informiert.

In einzelnen Ländern war der Verkauf betroffener Dieselautos bereits eingestellt worden. Es handelt sich um Diesel-Fahrzeuge mit Euro-5-Motor (EA 189). Die Wagen würden nachgerüstet und sollten nach der Genehmigung durch das KBA verkauft werden, sagte der Sprecher.

Europaweit werden 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen. Der Massenrückruf soll Anfang nächsten Jahres starten. Bis November muss Volkswagen in Deutschland die technischen Lösungen für die Fahrzeuge dem KBA erläutern.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • VW ruft 8.5 Millionen Fahrzeuge zurück

    Aus Tagesschau vom 15.10.2015

    Nach dem Abgasskandal wird der Volkswagen-Konzern nun im Heimmarkt Deutschland gezwungen, die betroffenen Fahrzeuge zurückzurufen. Das zuständige deutsche Bundesamt hat eine entsprechende Verfügung erlassen.