VW-Skandal: Razzia jetzt auch in Frankreich

Der Dunstkreis um den VW-Abgas-Skandal weitet sich definitiv auf Frankreich aus. Französische Ermittlungsbehörden haben den Sitz des deutschen Autobauers in Frankreich durchsucht. Der Konzern habe kooperiert, melden französische Medien. Ob die Behörden fündig wurden, bleibt indes im Dunkeln.

Im Zuge des Abgas-Skandals bei VW haben die französischen Ermittlungsbehörden den Sitz des deutschen Autobauers in Frankreich durchsucht. Dies bestätigte eine VW-Sprecherin in Frankreich. Die Razzia fand bereits am Freitag statt.

VW-Modell hinter einem rostigen Maschendrahtzaun.

Bildlegende: Vergangene Woche hat es bereits eine gross angelegte Razzia in Wolfsburg gegen VW gegeben (Artikel rechts). Reuters

Zuvor hatte bereits das Wochenblatt «Journal du Dimanche» unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft über die Durchsuchung in Frankreich berichtet.

Schwerer Betrug

Der Konzern habe «in vollständiger Transparenz mit der Polizei kooperiert», sagte die VW-Sprecherin. Nicht bestätigen konnte sie allerdings, ob Computer oder Dokumente aus den Räumen in Villers-Cotterêts im Département Aisne mitgenommen wurden.

Die französische Justiz hatte bereits Vorermittlungen wegen schweren Betrugs eingeleitet. In Frankreich sind rund 950‘000 VW-Fahrzeuge vom Abgas-Skandal betroffen. An dem Standort sind rund 700 Menschen beschäftigt.