Zum Inhalt springen

Schweizer Wirtschaft Wachstum beschleunigt sich 2016

Legende:
BIP Schweiz 2008-2016 Bruttoinlandprodukt in Mio. Franken der Schweiz 2008 bis 2016 (2015 und 2016 noch nicht konsolidiert) Bundesamt für Statistik
  • Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im vierten Quartal um 0,1 Prozent gestiegen.
  • Für das Gesamtjahr 2016 resultiert nach ersten Schätzungen eine reale Wachstumsrate von 1,3 Prozent.
  • Im Jahr 2015 war die Schweizer Wirtschaft um 0,8 gewachsen. Damals hatte der Frankenschock die Wirtschaft gebremst.

Die Schweizer Wirtschaft ist auch zum Jahresende 2016 nur schwach gewachsen, hat sich aber vom Frankenschock etwas erholt. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) als Gradmesser für die Wirtschaftsleistung eines Landes stieg im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal lediglich um 0,1 Prozent. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal betrug die Zunahme 0,6 Prozent.

Weniger Waren exportiert

Vor allem der Aussenhandel bremste im vergangenen Quartal das Wachstum. Die Warenexporte schrumpften um 3,8 Prozent, das war das schwächste Quartalsergebnis seit drei Jahren. Auch die Dienstleistungsexporte gingen um 1,3 Prozent zurück.

Positive Impulse kamen dagegen von der inländischen Nachfrage: Vom privaten und staatlichen Konsum, wie das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) weiter mitteilt.

Die Konsumausgaben des privaten Sektors nahmen im Schlussquartal nach zwei schwachen Vorquartalen besonders kräftig um 0,9 Prozent zu. Die Konsumausgaben des Staates legten moderat um 0,2 Prozent zu. Rückläufig waren hingegen die Ausrüstungsinvestitionen (-0,7 Prozent) sowie die Bauinvestitionen (-0,4 Prozent).

Laut Experten dürfte die Wirtschaft 2017 wieder an Fahrt gewinnen.

Seco: «Gesamtwirtschaft steht auf solidem Fundament»

Ronald Indergand, Seco: «Die 1,3 Prozent liegen im Rahmen unserer Erwartungen. Vom zweiten Halbjahr sind wir aber sehr enttäuscht. Die solide Erholung des 1. Halbjahres vom Frankenschock hat dann deutlich nachgelassen. Die negative Überraschung kommt im Wesentlichen von der Industrie. Innerhalb der Industrie war es für einmal der Pharma-Sektor, der statt nach oben nach unten gezogen hat. Wir sind aber nach wie vor der Ansicht, dass die Gesamtwirtschaft auf solidem Fundament steht.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Wachstumsirrsinn: -- Ein Wachstum von jährlich 2% führt in 35 Jahren zu einer Verdoppelung, innert 70 Jahren zu einer Vervierfachung, innert 105 Jahren zu einer Verachtfachung und in 350 Jahren gar zu einer Vertausendfachung der wirtschaftlichen Produktion (BIP). Daran werden wir unweigerlich verrecken. Wir ersticken schon jetzt im Strassen-, Bahn- und Luftverkehr, im Abfallberg, in Betonwüsten. Ganz zu Schweigen von der Bevölkerungsexplosion. Aufhören! Und zwar jetzt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Josef Biedermann (Joe.Spiderman)
      In unserem System brauchen nachhaltiges Wachstum. Es ist ein Kreislauf aus Investitionen, Kapitalgewinn & Zinsniveau welcher mit der Volkswirtschaft & Währung zusammenhängt. Ohne Wachstum verliert man an Attraktivität, Zinsen fallen, es wird nicht mehr Investiert, Einkommen & Steuern fallen aus, Altersvorsorge & Währung verliert an Wert, Land & Leute verarmen. Sehen sie andere Länder. Wir müssen Neues Schaffen & dadurch Wachstum generieren und nicht profitieren und kritisieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Viele Wege führen zum Klimaziel - aber einer sicher in den Tod - das Wachstumsziel wird in keiner Sparte verlangsamt oder gar einmal eingefroren -der Physiker Stephen Hawking gibt dieser irren Wachstumsgesellschaft gerade mal max . 1000 Jahre - aus die Maus -es wird diese Gläubigen nicht mehr geben . Mir sagen einfache Rechnungen- wenn das Wachstum jährlich 2% betragen muss, wie immer gefordert - dass folglich in spätestens 100 Jahren der Ofen aus ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen