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Wirtschaft Walter Kielholz: Lohn von Brady Dougan «war ein Fehler»

2010 erhielt Credit-Suisse-CEO Brady Dougan mehr als 90 Millionen Franken. Heute wäre eine solche Vergütung nicht mehr möglich, sagt CS-Verwaltungsrat Walter Kielholz – und gibt Fehler zu.

Walter Kielholz ist als CS-Verwaltungsrat mitverantwortlich für die hohe Vergütung. Auch mit seinem Segen flossen die 90 Millionen Franken an CEO Brady Dougan. Es sind Lohn-Exzesse wie dieser, die zur Lancierung der 1:12-Initiative geführt haben, über welche die Schweiz am 24. November abstimmt.

Im Interview mit «ECO» sagt Walter Kielholz: «Das war sicher ein Fehler». Mittlerweile habe man Obergrenzen eingeführt, die Zahl würde kleiner ausfallen.

«Mitarbeiter kommen nicht mehr zurück»

Walter Kielholz, heute Swiss-Re-Präsident und noch bis 2014 Verwaltungsrats-Mitglied bei Credit Suisse, warnt vor einer Annahme der 1:12-Initiative. Seiner Meinung nach würden hochqualifizierte Mitarbeiter dauerhaft abwandern. «Sie gehen ins Ausland, heute schon, und kommen dann nach einigen Jahren wieder zurück. In Zukunft kommen sie nicht mehr zurück», so Kielholz.

27 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Dante, Basel
    Ach, lasst doch die armen Manager wie Brady Dougan in Ruhe. Diese Leistungsträger rackern sich tagtäglich ab, machen Überstunden und setzen ihre Gesundheit aufs Spiel, damit wir, die einfachen Leute, was zu essen auf dem Tisch haben. Insofern sind auch die 90 Millionen ohne Frage redlich verdient. Der Dougan ist nämlich derart produktiv, dass er die gesamte CS auch im Alleingang schmeissen könnte. Jawohl!
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  • Kommentar von Marc Widmer, Teufenthal
    Gerade im Mannschaftssport wird die Wichtigkeit eines gesunden Gefüges deutlich. Der Star wird zwar gelegentlich ein Spiel entscheiden können. Klafft das Leistungsvermögen innerhalb des Teams zu sehr auseinander, wird es schwer erfolgreich zu sein. Ausgewogenheit ist daher ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wer die Champions-League gewinnen will, kann sich den Erfolg nicht mit einem einzelnen überteuerten Superstar erkaufen. Für den Erfolg müssen sämtliche Positionen brillieren.
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  • Kommentar von Marc Widmer, Teufenthal
    Der Vergleich mit den Profi-Fussballern ist schwach. In der Regel wird ein Teammanager wohl kaum das x-fache der Arbeiter, also den Fussballer, einkassieren können. Auch innerhalb der Mannschaft darf das Lohngefüge nicht unanständig auseinander klaffen. Sonst werden früher oder später die Durchschnittsspieler nicht mehr für den Star das Spielfeld abrackernd rauf und runterlaufen.
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