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Wann endet der Boom? Es werden mehr Wohnungen gebaut, als Nachfrage da ist

Legende: Audio Wie lange dauert der Boom noch? abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
1:52 min, aus HeuteMorgen vom 16.01.2018.
  • Heute wird in Basel die Swissbau eröffnet. Mehr als 100'000 Besucher und tausende Aussteller werden erwartet.
  • Der Bau-Branche geht es gerade sehr gut.
  • Allerdings: Das Wachstum scheint ausgereizt, insbesondere im Wohnungsbau.

Es werden immer noch zu viele Wohnungen gebaut, sagt Silvan Müggler, Leiter Wirtschaftspolitik beim Baumeisterverband: «Momentan wird mehr gebaut, als Nachfrage da ist.» Die Leerwohnungsziffer steige. 2017 seien über 8000 Wohnungen mehr leer gestanden als 2016. «Das ist schon ziemlich viel.»

Momentan wird mehr gebaut, als Nachfrage da ist.
Autor: Silvan MügglerLeiter Wirtschaftspolitik beim Baumeisterverband

Auch dieses Jahr dürfte die Zahl der leer stehenden Wohnungen weiter steigen. Denn für Investoren ist der Bau von Immobilien immer noch attraktiv. Bei den momentan tiefen Zinsen werfen sie mehr Rendite ab als andere Anlagen.

Tiefbau macht Dämpfer wett

Irgendwann wird die Baubranche aber nicht noch mehr Wohnungen bauen können. Je länger zu viel gebaut wird, desto grösser wird der Rückschlag sein, sagt Müggler.

Besser als bei den Immobilien sind die Aussichten im gewerblichen und industriellen Bau und im Tiefbau. Im Moment sind mehr als 50 Kilometer Bahn- und Strassentunnel im Bau. Fredy Hasenmaile, Immobilienexperte bei der Credit Suisse, sagt: «Der Tiefbau dürfte sein Niveau mindestens halten. Gemeinsam mit dem gewerblichen Bau könnte er sogar den einen oder anderen Dämpfer wettmachen, der auf dem Wohnungsbau zu erwarten ist.».

Er rechne deshalb 2018 über die gesamte Branche gesehen noch einmal mit einem Plus bei den Bauinvestitionen und erst ab 2019 mit einem Minus.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Sofort im Ausland inserieren... ansonst fallen nch die Preise....!
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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Das Grundübel dieses Desasters ist der Zusammenbruch der Zinsgeschäfte. Zinsen, sofern sie dann keine Wucherzinsen sind, haben durchaus eine Berechtigung zur Regulierung der Kapitalmärkte. Die aktuelle Nullzinspolitik führt, zur schleichenden Ueberschuldung vieler Haushalte, dem Verlust von Alterskapital und eben zu exotischen Anlagestrategien und Risiken. Auch wenn es wehtut, die Zinsschraube sollte wieder angezogen werden, je länger man zuwartet umso schmerzhafter wird es.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Na ja. Wenn es dann einmal so weit ist, dass die leeren Häuser uns im Weg stehen, können wir ja immer noch "abreissen" und schöne Gärten gestalten. Das ist mein grösster Wunsch. Unser Land ist winzig klein, gegenüber z.B. Deutschland oder auch den USA. Dort können vielleicht noch viele Häuser neu gebaut werden, da die alten z.T. am verfallen sind. Bei uns werden die Häuser aber für mindestens 100 Jahre gebaut und deshalb braucht es keine mehr!
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