Was tun als Lufthansa-Passagier?

Wer derzeit von der Schweiz aus nach Deutschland fliegen will, muss mit erheblichen Komplikationen rechnen. Bei Lufthansa und Germanwings geht wegen des Streiks nichts mehr. Lesen Sie hier, wie Sie als Betroffene vorgehen können.

Was tun, wenn auch Ihr Flug vom Streik bei Lufthansa und Germanwings betroffen ist? SRF News Online hat sich über Alternativen und Möglichkeiten informiert.

Die Maschinen der Swiss und Lufthansa auf dem Boden.

Bildlegende: Der deutsche Mutterkonzern Lufthansa hat derzeit mit Streiks des Flugpersonals zu kämpfen. Keystone

Die Rechte der Passagiere

Kunden, welche über die Swiss einen Lufthansa-Flug gebucht haben und von, nach oder über Deutschland fliegen, können ihr Ticket laut Swiss kostenlos umbuchen. Bisher habe es noch noch keine Engpässe gegeben, meldet die Swiss. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer gebührenfreien Annullation samt Rückerstattung der Kosten.

Umsteigen auf den Zug

Wer es sich anders überlegt und lieber mit dem Zug nach München oder Frankfurt will, kann dies laut SBB problemlos tun. Der Schienenverkehr verlaufe wie gewohnt. «Vorerst stellen wir keine Extrazüge oder Wagen zur Verfügung», sagt Sprecherin Lea Meyer zu SRF News Online. Man beobachte die Lage laufend und sei bereit, entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

Deutsche Flughäfen lahmgelegt

Weniger reibungslos verläuft es an den deutschen Flughäfen, wo Flüge der Lufthansa und von Germanwings gestrichen wurden. Die Lufthansa hat eine Liste sämtlicher annullierter Flüge aufgeschaltet. Rund 425'000 Passagiere sind von den etwa 3800 Flugausfällen betroffen. Sie weist die Gäste darauf hin, regelmässig den Flugstatus zu überprüfen und rät ihnen, den Zug zu nehmen. Fluggäste, welche bei der Lufthansa einen Swiss-Flug von, nach und über Deutschland gebucht haben und daher nicht betroffen sind, können diesen kostenlos umbuchen.


Die Folgen des Lufthansa-Streiks in Zürich

5:00 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 02.04.2014

Die Deutsche Bahn kann nach eigenen Angaben die zusätzliche Passagierzahl von und nach Schweizer Destinationen ohne Extrazüge stemmen. Während des Streiks transportiert sie pro Tag 20'000 Personen mehr. «Wir sind darauf vorbereitet», sagt DB-Mediensprecherin Daniela Bals.