Merkel gab Maurer einen Korb

Bundespräsident Ueli Maurer zieht ein positives Fazit seines WEF-Besuchs. So traf er verschiedene Regierungschefs, etwa Mario Monti. Einzig Angela Merkel hatte keine Zeit für ihn.

Ueli Maurer am WEF

Bildlegende: Ueli Maurer lobte die Organisatoren des WEF. Keystone

Ueli Maurer betont, er habe intensiv versucht, einen Termin mit Merkel zu finden. Auch der Kanzlerin soll es ein Anliegen gewesen sein. Aufgrund des gedrängten Programms sei ein Treffen aber nicht möglich gewesen.

Keine Verhandlungen vor den deutschen Wahlen

Er glaube nicht, dass Merkel seine Kritik an der Machtpoltik grosser Länder sauer aufgestossen sei. Er habe aber «einigen kleinen Staaten aus dem Herzen gesprochen», ist der Bundespräsident überzeugt.

Das Verhältnis mit Deutschland sei wieder besser. Das hätten Treffen mehrerer Regierungsmitglieder der beiden Länder gezeigt. So traf die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf den deutschen Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Vor den deutschen Wahlen im Herbst werde es nicht zu neuen Verhandlungen über die Abgeltungssteuer kommen, schätzt Maurer.

« Man trifft Leute, die man sonst nur am Fernsehen sieht »

Treffen konnte Maurer den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti. Dieser habe ihm versprochen, sich nach einer allfälligen Wahl im Februar für eine Lösung des Steuerstreits einzusetzen.Bei Apéros treffe man zudem Leute, «die man sonst nur am Fernsehen sieht», sagte Maurer.

Die Umgebung sei in Davos frei von Förmlichkeiten, so Maurer im Interview mit Radio SRF. So könne man persönliche Bekanntschaften knüpfen. Diese seien für weitergehende Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt sehr wichtig.

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Ueli Maurer im Open-Air-Studio

12 min, vom 25.1.2013