Ein Tweet und seine Geschichte: Die Mär von den 1700 Privatjets

Ein Tweet zum WEF, der Aufmerksamkeit erregte: @flightradar24 twitterte, Hunderte Privatjets seien auf dem Weg nach Davos. Der Zürcher Flughafen kann die Zahl von 1700 privaten Jets allerdings nicht bestätigen. Insgesamt dürfte die Zahl deutlich darunter liegen.

Der Tweet

«1700 Privatjets werden in Davos erwartet, wo dann am Weltwirtschaftsforum über Klimawandel geredet wird»

Und was steckt dahinter?

Rund 2500 hochrangige Gäste beherbergt Davos in diesen Tagen. Die meisten haben eine lange Anreise, viele kommen Flugzeug in die Schweiz. Von 1700 privaten Jets schreibt Flightradar24, ein in Schweden ansässiger Dienst, der Flugrouten und -daten verfügbar macht. Der Flughafen Zürich kann die Zahl so allerdings nicht bestätigen. Nach Angaben einer Sprecherin rechnet der Flughafen während des WEF mit 1100 zusätzlichen Flugbewegungen – also 550 Starts und Landungen. Hinzu kommen nach Angaben des VBS noch 30 Flugbewegungen (Stand: 22. Januar, 16:30 Uhr) auf dem Militärflughafen Dübendorf. Dort sind in diesem Jahr erstmals Direktabfertigungen der WEF-Gäste möglich.

Twittern am WEF

Das Social-Media-Leben des WEF wird gebündelt auf der Seite weflive.com. Die Seite, die von der Unternehmensberatung KPMG betreut wird, ermittelt die Top-Twitterer in Davos und gibt Aufschluss über Trendthemen. Laut weflive.com gab es allein am ersten Tag mehr als 41'000 Tweets zum WEF.