«EZB-Entscheid darf nicht von Reformen ablenken»

Der französische Präsident François Hollande begrüsste in seiner Rede am Weltwirtschaftsforum die Politik der EZB. Gleichzeitig müsse man mit den Reformen weitermachen, betonte er. Auch forderte der Präsident eine «globale Antwort» auf den Terrorismus.

Francois Hollande

Bildlegende: Frankreichs Präsident Hollande verlangte eine «globale Antwort» auf den Terrorismus. Reuters

Der französische Präsident François Hollande zeigte sich am Freitag über die massiven Schuldenrücknahmen erfreut, welche die Europäische Zentralbank (EZB) am Abend zuvor bekanntgegeben hatte. Gleichzeitig bliebe es ihnen nicht erspart, Reformen durchzusetzen, warnte er.

Er könne im Bezug auf die Unabhängigkeit der EZB diese Entscheidung nur begrüssen, sagte er bei seiner Ankunft am Weltwirtschaftsforum WEF. Die EZB nehme «ihre Rolle» im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit wahr und trage dazu bei, dass das Wachstum eine Priorität sei. Er unterstrich aber, dass die Entscheide der EZB «uns nicht davon abhalten dürfen, unsere Reformen durchzusetzen.»

Finanzielle Quellen des Terrorismus trockenlegen

Damit geht der französische Präsident mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel einig. Sie hatte am Vortag in Davos gesagt, dass «die Entscheidung der EZB nicht vom Weg der für die europäischen Regierungen nötigen Reformen ablenken dürfe.»

Auch die Herausforderung im Kampf gegen den Terrorismus sprach Hollande an – knapp zwei Wochen nach den blutigen Anschlägen in Paris. Es brauche eine «globale Antwort» von den verschiedenen Staaten und grossen Unternehmen. Er forderte auch «Finanzsystem» dazu auf, die finanziellen Quellen des Terrorismus trockenzulegen.

Sendebezug: SRF WEF live