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WEF 2015 Leuthard will im Ausland investieren

Umwelt-, Verkehrs-, Energie- und Kommunikationsministerin Doris Leuthard will den starken Franken nutzen und im Ausland investieren: ins europäische Stromnetz. Das komme auch der Schweiz zugute, sagt sie. Und: Die Vorteile der Währungsdifferenzen müssten auch beim Bürger ankommen.

Legende: Video Doris Leuthard im Interview mit Reto Lipp abspielen. Laufzeit 12:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.01.2015.

Bundesrätin Doris Leuthard will den starken Franken nutzen, um im Ausland zu investieren. Besonders Infrastrukturprojekte seien gerade jetzt interessant, so die Umwelt-, Verkehr-, Energie- und Kommunikationsministerin. «So günstig bauen kann man selten.»

Akquisitionen im Ausland, beispielsweise im Stromnetz, würden auch der Schweiz dienen, sagte sie im Gespräch mit SRF-Wirtschaftsexperte Reto Lipp. «Wir wissen: In Europa hat man Infrastrukturbauten, die nötig wären, man sucht Geld.» Das Stromnetz sei sehr strategisch für die Versorgungssicherheit, auch für die Schweiz, erklärt die UVEK-Ministerin.

In Europa warteten diese «Stromautobahnen» auf ihre Realisierung – diese sei «auch in unserem Interesse.» In Projekte in der Schweiz jetzt kurzfristig zu investieren, sei weniger einfach: «Es braucht Baubewilligungen. Deshalb ist hier die Dauer von Verfahren ein Problem. Auch wenn wir Projekte vorziehen wollten und könnten, braucht es ein ordentliches Baubewilligungsverfahren.»

«Vorteile müssen Bürgern zugute kommen»

Die Vorteile des starken Frankens und der Währungsdifferenzen müssten derzeit auch dem Bürger und der Wirtschaft zugute kommen. «Das ist jetzt ganz wichtig», so Leuthard.

Die Bundesrätin sieht die Preisbekanntgabeverordnung als gutes Werkzeug: «Transparenz ist meines Erachtens ein gutes Mittel, dass die Bürger und die Medien schauen können, ob etwas nicht stimmt.» Dann könne beispielsweise erkannt werden, ob das gleiche Produkt ohne Wertschöpfung in der Schweiz im Inland viel mehr koste als im EU-Raum.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Schenker, Bern
    Aber nur wenn wir dann auch wirklich gewisse Eigentümer-Rechte haben. Von Mehrheitsbeteiligungen mit entsprechenden Entscheidungsbefugnissen will wohl gar niemand sprechen oder träumen. Oder sind es wohl doch eher nur wieder à fonds perdu Beiträge, die aus dem Steuertopf ins Ausland geworfen werden müssen? Das wollen wir dann genau wissen. Absichtlich wieder neue, unnötige Abhängigkeiten ins Ausland aufbauen und zwar auf Staatsebene, das will gut geprüft sein.
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    1. Antwort von A. Bühler, Chur
      Die Schweizer Stromkonzerne gehören mehrheitlich dem Staat und haben sich seit Jahrzehnten ungefragt an fossilen Kraftwerken im Ausland beteiligt und damit viel Geld verspekuliert. Würde die Schweiz stattdessen in Europäische Windfarmen und Übertragungsleitungen investieren, würde das dem langfristigen Interesse der Schweiz dienen. (Reduktion der unnötigen Abhängigkeit von limitierten Brennstoffen aus aussereuropäischen Krisenregionen).
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