Merkel: «Die Politik muss Wachstumsimpulse setzen»

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der weitreichenden geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank am WEF die Politik an ihre Verantwortung für das Wachstum in der Welt erinnert.

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Angela Merkel über EZB

0:13 min, vom 22.1.2015

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte die Unabhängigkeit der EZB. Weiter sagte sie beim Weltwirtschaftsforum in Davos: «Was immer für eine Entscheidung die EZB fällt, sie darf nicht davon ablenken, dass die eigentlichen Wachstumsimpulse durch vernünftige Rahmenbedingungen durch die Politik gesetzt werden müssen und auch gesetzt werden können.» Merkel verwies auf Reformanstrengungen in Euro-Ländern wie Italien und Frankreich. «Aber wir haben auch schon viel Zeit verloren, und die Zeit drängt.»

Digitalisierung als Chance

Merkel sagte ferner zur Staatsschuldenkrise im Euroraum: «Sie ist so einigermassen im Griff, überwunden ist sie nicht.» Vor allen Dingen habe Europa noch nicht ausreichend Vertrauen in seine Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen. Jeder Tag, an dem die Wettbewerbsfähigkeit weiter Schwächen zeige, «ist ein verlorener Tag für Arbeitslose in Europa». Europa brauche vor allem Arbeitsplätze in langfristig hochqualifizierten Bereichen wie der Digitalisierung.

So hat das EZB entschieden