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WEF 2018 Viel Prominenz strömt nach Davos

Warum kommen in diesem Jahr so viele Politiker nach Davos und was steht dort an? Die wichtigsten Antworten zum WEF.

Wer kommt ans WEF? Das diesjährige Weltwirtschaftsforum ist prominent besetzt wie selten zuvor. Mehr als 3000 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft werden erwartet.

Zudem haben Dutzende Staats- und Regierungschefs ihr Kommen zugesagt. Vor allem die Teilnahme von Donald Trump sorgt für grosse Schlagzeilen. Neben dem US-Präsidenten kommen aber auch andere hochkarätige Staatchefs wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron oder der indische Premierminister Narendra Modi, der die offizielle Eröffnungsrede hält.

Donald Trump.
Legende: Bringt das WEF in die Schlagzeilen: US-Präsident Donald Trump wird am Freitag seine Rede halten. Reuters

Warum ist gerade in diesem Jahr so viel Politprominenz dabei? Hier spielt sicher die Sogwirkung, die das WEF ausstrahlt, eine grosse Rolle. Gerade weil so viele hochrangige Vertreter kommen, ergeben sich unzählige Treffen innert kürzester Zeit. So werden die fünf Bundesräte, die am WEF teilnehmen, in den nächsten Tagen rund 60 bilaterale Treffen abhalten. Dafür müssten sie ansonsten mehrfach um die Welt reisen.

Legende: Aus diesen Ländern reisen Staats- oder Regierungschefs nach Davos. SRF

Wie ist das Programm? Neben Indiens Premier Modi wird auch Bundespräsident Alain Berset zur Eröffnung eine Rede halten. Angela Merkel und Emmanuel Macron treten am Mittwoch, Grossbritanniens Premierministerin Theresa May am Donnerstag auf. Am Freitag wir schliesslich Donald Trump seine mit Spannung erwartete Rede halten.

Nrandra Modi und Alain Berst.
Legende: Indiens Premierminister Narendra Modi und Bundespräsident Alain Berset machen am WEF den Auftakt. Keystone

Welches Thema steht im Zentrum? Das offizielle Motto des Forums lautet «Für eine gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt». Insbesondere dem rasanten technologischen Fortschritt und Technologien wie Blockchain und der künstlichen Intelligenz wird viel Platz eingeräumt. Die grosse Frage dahinter: Wie können möglichst viele Menschen davon profitieren?

Was sagen die Kritiker? Das 1971 gegründete WEF hat sich selbst zum Ziel gesetzt, «den Zustand der Welt zu verbessern». Kritiker werfen der Organisation aber vor, mit dem jährlichen Treffen der Finanz- und Wirtschaftselite die sozialen Spannungen in der Welt noch zu verschärfen.

Gerade aufgrund von Trumps WEF-Teilnahme wurden verschiedene Demonstrationen angekündigt. In Davos selbst werden aber keine Kundgebungen stattfinden. Die äusserst engen Platzverhältnisse aufgrund der enormen Neuschneemengen liessen Demonstrationen in den nächsten Tagen nicht zu, teilte die Gemeinde mit. Das Gesuch von Juso, SP und Grünen wurde vom Kleinen Landrat deshalb abgelehnt.

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