Zum Inhalt springen

Wegen Geldwäsche Finma straft Gazprombank

Legende: Audio Finma erhebt happige Vorwürfe gegen Gazprombank abspielen.
1:36 min, aus SRF 4 News aktuell vom 01.02.2018.

Wegen Verletzung von Geldwäschevorschriften hat die schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) Sanktionen gegen den Schweizer Ableger der russischen Gazprombank verhängt. Die Handelsbank darf bis auf weiteres keine neuen Privatkunden aufnehmen, teilt die Aufsicht mit.

Die Bank habe Geschäftsbeziehungen und Transaktionen zwischen 2006 und 2016 nicht «mit der nötigen Tiefe und Sorgfalt» hinterfragt. Sie habe verdächtige Geschäftsbeziehungen nicht schnell genug gemeldet. Die Gazprombank Schweiz akzeptiert nach eigenen Angaben die Entscheidung der Aufsichtsbehörde.

Drittgrösste Bank Russlands

Die Erkenntnisse, die zu dem Verfahren führten, stammten aus den «Panama Papers», teilt die Aufsichtsbehörde weiter mit. Dabei handelt es sich um Informationen über dubiose Geschäfte mit Briefkastenfirmen. Ein internationales Medien-Netzwerk hatte mit den «Panama Papers» Finanzströme in der mittelamerikanischen Steueroase enthüllt.

Die Gazprombank in Moskau ist nach eigenen Angaben mit vier Millionen Privat- und 45'000 Firmenkunden die drittgrösste russische Bank. Sie gehört zum Energiekonzern Gazprom und ist staatlich kontrolliert. Die Bank hat in der Schweiz nach 75 Mitarbeiter.

Gewinne werden eingezogen

Zudem bestraft die Finma die Privatbank PKB im Zusammenhang mit den Korruptionsaffären um die brasilianischen Konzerne Petrobras und Odebrecht. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht zieht die unrechtmässig erzielten Gewinne über 1,3 Millionen Franken ein. Zudem setzt sie einen Prüfer ein.

Die Bank PKB erklärte, der Fall gehe auf einen betrügerisch vorgehenden Angestellten zurück. Die Bank habe sich stets an höchsten Standards orientiert.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.