Weitere Geldspritze für Griechenland

Lange wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt. Nun hat der Internationale Währungsfonds eine weitere Tranche seiner Rettungskredite für Athen freigegeben.

Hand, griechische Fahne haltend, im Hintergrund ist das griechische Parlamentsgebäude sichtbar.

Bildlegende: Kurze Verschnaufpause in Athen: Die 3,2 Milliarden Euro werden dringend benötigt. Keystone

Der Verwaltungsrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) stimmte der Auszahlung von 3,2 Milliarden Euro zu. Das Geld war monatelang eingefroren gewesen. Grund: Der IWF zweifelte an der Wirksamkeit der Massnahmen der griechischen Regierung zum Abbau des enormen Schuldenbergs.

Weitere Steuererhöhungen in Aussicht

Ende November hatten der IWF und seine Troika-Partner, die EU und die Europäische Zentralbank (EZB), mit Athen schliesslich eine Einigung über die Auszahlung dringend benötigter Hilfsgelder erzielt. Dazu beigetragen hatte der erfolgreiche Rückkauf griechischer Staatsschulden durch die Regierung in Athen zu Summen deutlich unter den Ausgabepreisen.

Die nun freigegebene Tranche gehört zu den insgesamt 28 Milliarden Euro, deren Auszahlung der IWF den Griechen im März vergangenen Jahres für die folgenden vier Jahre zugesagt hatte.

Um die Auszahlung weiterer internationaler Finanzhilfen sicherzustellen, hatte das griechische Parlament am Samstag weitere Steuererhöhungen und eine Reihe strikter Steuerverordnungen verabschiedet. Die Europäische Union hatte im Dezember Hilfen von 49,1 Milliarden Euro zugesagt, von denen bereits 34,3 Milliarden Euro freigegeben wurden.