Weko büsst Händler von Türbeschlägen

Händler von Türbeschlägen haben in der Schweiz jahrelang Mindestpreise abgesprochen. Dies hat die Wettbewerbskommission festgestellt. Sie büsst die Mitglieder des Kartells mit insgesamt 185‘500 Franken.

Fünf Händler von Türbeschlägen sollen sich zwischen 2002 und 2007 jährlich getroffen haben, um Mindestmargen beim Verkauf von Grossmengen von Türelementen zu vereinbaren. Dies teilte die Wettbewerbskommission (Weko) mit. Ein weiteres Unternehmen habe 2007 am jährlichen Treffen der Firmen teilgenommen.

Die abgesprochenen Mindestmargen betrafen Produkte der Glutz AG und sollten beim Verkauf von Beschlägen an Türverarbeiter wie Schreinereien zum Tragen kommen. Eine solche Preisabrede stellt ein hartes Kartell dar, stellte die Weko fest.

Entscheid kann weitergezogen werden

Für die unzulässige Abrede gebüsst wurden die Fritz Blaser Cie. AG, die Rudolf Geiser AG, die Immer AG, die Unternehmen der Koch-Gruppe sowie die OPO Oeschger AG. Die SFS unimarket AG hatte die Preisabrede als erste Unternehmung bei den Wettbewerbsbehörden angezeigt und profitiert daher von einem vollständigen Sanktionserlass.

Gegen die Glutz AG hat die Weko das Verfahren eingestellt, da dem Unternehmen kein Kartellrechtsverstoss nachgewiesen werden konnte. Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Wettbewerbskommission zieht Bilanz

    Aus Tagesschau vom 14.4.2014

    Die Wettbewerbskommission Weko zieht Bilanz über ihre Aktivitäten in den letzten zehn Jahren. Laut dieser Bilanz hat sich die Weko in dieser Zeit besonders auf die Öffnung von Märkten und auf harte Kartelle konzentriert.