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Wirtschaft Wettbewerbshüter setzen Senkung der Kreditkartengebühren durch

Die anfallenden Gebühren bei Einkäufen mit Kreditkarte sollen künftig halbiert werden – allerdings nur in der Schweiz.

Legende: Video Geringere Gebühren beim «Plastikgeld» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.12.2014.

Die Verrechnungsgebühren für Kreditkarten von Master Card und Visa werden in der Schweiz ab August 2015 sinken. Die sogenannte Interchange Fee soll dabei in zwei Schritten von heute 0,95 Prozent auf 0,44 Prozent abgebaut werden. Dies ist das Ergebnis einer einvernehmlichen Regelung der Wettbewerbskommission (Weko).

Sämtliche in die Untersuchung einbezogenen Parteien hätten die einvernehmliche Regelung mit der Weko unterzeichnet, teilte die Behörde mit. Die Gebührensenkung betrifft die im Inland geltende Gebühr, die bei der Zahlung mit einer Schweizer Kreditkarte bei einem Schweizer Händler zu entrichten ist.

Die Senkung der Gebühren erfolgt in zwei Schritten. Per 1. August 2015 geht der Satz auf 0,7 Prozent zurück und per 1. April 2017 auf die genannt 0,44 Prozent. Laut Weko dürfte der Handel damit um rund 50 bis 60 Millionen pro Jahr entlastet werden.

SRF-Wirtschaftsredaktor Jan Baumann rechnet vor, wie viel die Wirte in Zukunft sparen werden. Im Moment ist es so: Wenn ein Essen in einem Restaurant angenommene 100 Franken koste, so muss der Betreiber des Restaurants jetzt 95 Rappen an die Kreditkartenfirma abliefern. Wenn der Beschluss der Weko im Sommer 2017 ganz in Kraft ist, sind es noch 45 Rappen, erklärt er. Ob die Preissenkung an die Kundinnen und Kunden weitergeben wird, wird sich weisen.

Einkaufsstandort Schweiz wird gestärkt

Der Verband Elektronischer Zahlungsverkehr (VEZ) begrüsste den Weko-Entscheid. Es sei ein wichtiger Schritt in Richtung international verträgliche Kreditkartenkosten. Der Verband hätte allerdings eine Abschaffung der Gebühr vorgezogen.

Mit der Regelung werde der Einkaufsstandort Schweiz gestärkt, schreibt der VEZ in seiner Reaktion. Positiv sei zudem, dass das faktische Verbot von Verrechnungsgebühren auf Debitkarten bestehen bleibe.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Brunner, Sirnach
    Es werden doch immer alle anfallenden Gebühren auf den Kunden überwälzt. Ich bin auch stocksauer, die Viseca hat mir die neue Kreditkarte mit Jahresgebühr von Fr. 50.00 verrechnet, letztes Jahr waren es noch Fr. 25.00. Das ist das Doppelte.Das finde ich eine Frechheit sondergleichen. Ich kann im Internet fast nie auf Rechnung kaufen, also bruache ich die Kreditkarte. Wer kennt eine Bank mit niederiger Jahresgebühr?
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    1. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Es gibt nur sehr wenige kleine Regionalbanken, die anständig sind , der Rest ist bekannt . Ich empfehle allen Leuten, bezahlt wieder bar ! Das korrupte System möchte schon lange das Bargeld abschaffen und den Büezer zum Kartensklaven machen der noch gläsern und abhängiger wird wie er eh schon ist . Das Internet sendet gerne wieder Rechnungen wenn sie etwas verkaufen wollen - ich kaufe nur dann, wenn Rechnung möglich ist, Pasta !
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Da stehen die bequemen Bürger mit der Karte an den Kassen , kaufen und kaufen bis sie im Minus landen, anstatt nur das zu kaufen was im Geldbeutel liegt . Die lachenden Abzocker reiben sich die Hände , weil das Kartengeschäft Millionen in ihre Kassen spült ohne einen Finger zu krümmen - krumm wird nur der Rücken von den Kartenbesitzern .
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Ich habe schon lange wieder zur Barzahlung gewechselt. Es gibt kein Grund, dass eine Kreditkartenfirma mit Margen von 3-6% an einer Leistung mitverdienen ohne dass Sie wirklich etwas geleistet haben. Eine Transfer- Gebühr von vielleicht 20 Rappen wäre ok. Nebenbei ist die automatisierte Buchungsarbeit für einen 20Fr. Einkauf gleich wie für einen 1000Fr. Einkauf. Also ist eine Abrechnung in Prozenten nur Abzocke wie wir es halt von unseren Grossbanken kennen, welche hinter diesem System hocken.
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