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Wichtiger Industriezweig Neuer Gesamtarbeitsvertrag für Schweizer Maschinenindustrie

Legende: Audio Sozialpartner zufrieden mit neuem GAV für Maschinenindustrie abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
01:23 min, aus Info 3 vom 02.06.2018.
  • Die Schweizer MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) hat einen neuen Gesamtarbeitsvertrag.
  • Wenn Arbeitgebervertreter und Gewerkschaftsgremien zustimmen, gilt er ab Juli.
  • Die Zufriedenheit mit dem neuen GAV ist bei Gewerkschaften und Arbeitgebern gross.
Mann in grauem Arbeitskittel schaut sich ein oranges Werkstück genau an.
Legende: Wichtiger Industriezweig: Die Schweizer MEM-Branche beschäftigt rund 100'000 Personen. Keystone

«Ich bin froh, dass wir zeitgerecht eine Einigung erzielen konnten. Nach schwierigen Jahren ist es in diesen GAV-Verhandlungen gelungen, die Sozialpartnerschaft in der MEM-Industrie einen grossen Schritt weiterzubringen», sagt Swissmem-Präsident Hans Hess.

Automatischer Teuerungsausgleich kommt

Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände heben besonders hervor, dass sie die Erhöhung der Arbeitszeit auf 42 Stunden erfolgreich hätten abwehren können. Wichtige Verbesserungen im neuen GAV seien der automatische Teuerungsausgleich und die erstmalige Kontrolle der Mindestlöhne. Externe Revisionsstellen kontrollieren künftig die Lohnanpassungen.

Zusätzlich werden die Mindestlöhne im Tessin und im Jurabogen schrittweise erhöht, und zwar um 30 Franken pro Jahr. Damit sei ein erster Schritt getan, um das Tessin aus dem Niedriglohnsegment herauszuführen, schreibt die Gewerkschaft Syna. Nach zähen Verhandlungen hatten die Gewerkschaften vor fünf Jahren die Festsetzung eines Mindestlohns durchgesetzt.

Frauen fördern

Mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag werde es für Angestellte auch einfacher Familie und Beruf zu verbinden, heisst es in den Mitteilungen von Swissmem, Unia und «Angestellte Schweiz» weiter. Zudem haben sich die Arbeitgeber verpflichtet, die Frauen zu fördern.

Anschlusslösung gefunden

Für ältere Arbeitnehmende sei eine Verlängerung der Kündigungsfrist um einen Monat ab 55 Jahren und zehn Dienstjahren vereinbart worden.

Der heute geltende Gesamtarbeitsvertrag in der Maschinen-, Elektro- und Metalle-Industrie läuft Ende Juni aus. Die Branche beschäftigt rund 100'000 Personen in über 500 Firmen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die massive Kroetensammlung im Lisengericht der Ruderer werden von den SMM verschwiegen: ZB fuer viele: Absolutes Streikverbot! Ausuferung der Wochenarbeitszeit auf 45, mit Ueberstunden auf mehr als 48 Wochenstunden! Reduktion der bezahlten Arbeitszeit fuer "Vollzeit"beschaeftigte um bis zu 3 auf 5 Stunden taeglich! Schichtarbeit ohne technische Notwendigkeit zur blossen Gewinnmaximierung ohne Beteiligung der Schichtarbeiter am happigen Zusatzgewinn!....
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Alle jubeln - und in ein paar Wochen werden wir lesen, wieviele Stelken abgebaut oder ins Ausland verschoben werden, weil die Kosten in der CH zu hoch sind um auf dem internationalen Markt bestehen zu können! Mich würde nicht wundern, wenn die Maschinenindustrie dem GAV nur deshalb zugestimmt hat, um den Stellenabbau und die Verlagerung ins Ausland zu beschleunigen...
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Warum werden nur die Goodies plakatiert? Und nicht auch die Kroeten, welche die Gewerkschaften garantiert einmal mehr geschluckt, statt bekaempft haben. Der Teuerungsausgleich war ueberfaellig, nachdem er schon fuer die Alimente damals noch gesetzwidrig gar rechtskraeftigen Urteilen nachtraeglich angehaengt wurde, und heute von den Mietwucherern verlangt werden darf.....
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