Wie Basler Beizen versuchen, über die Runden zu kommen

Das Beizensterben in der Schweiz reisst nicht ab. Ein Problem, mit dem die Wirte zu kämpfen haben, sind die hohen Beschaffungspreise. In Basel lösen sie es mit Parallelimporten. Die sind zwar umständlich, aber auch ein Druckmittel gegen Schweizer Lieferanten.

Sechs Mehrwegflaschen im Karton.

Bildlegende: Seit Jahren werden Cola-Flaschen in Basel zu günstigeren Preisen aus dem Ausland importiert. Keystone

Die Schweizer Gastroszene hat zu kämpfen. Ein Problem sind etwa die hohen Beschaffungspreise der Restaurants. Die Wirte in der Stadt Basel lösen es mit Parallelimporten.

Die Qualität stimmt nicht immer

Das Süssgetränk im Ausland günstig einkaufen und dann im Restaurant in Basel servieren: Das tönt bestechend einfach. Es sei aber nicht ganz einfach, an Produkte heranzukommen, betont Maurus Ebneter vom Wirteverband der Stadt Basel. «Unser erfolgreichstes Beispiel ist die kleine Coca Cola-Mehrwegflasche, die wir schon seit mehreren Jahren importieren.»

Sie wird von Zwischenhändlern im Ausland parallel importiert, anstatt von den Cola-Produktionsstätten in der Schweiz beschafft. Laut Ebneter ist das aber aufwändig, weil man zuerst Lieferanten finden muss, die die richtigen Produkte zur richtigen Zeit liefern können. «Die Lieferqualität stimmt auch nicht immer.»

Dubiose Lieferanten

Im Ausland, beispielsweise in Rotterdam, treffe man «auf Figuren, denen man nicht unbedingt traut», auf Lieferanten, mit denen man lieber nichts zu tun hätte. «Die bieten dann plötzlich irgendwelche Lastenzüge an mit zwar interessanten Produkten. Aber dann sollte man vorauszahlen. Zum Teil klappt das dann auch nicht mit den Lieferpapieren. Man bewegt sich da auf einem riesigen Abenteuerspielplatz, und das kann nicht der Sinn sein», stellt Ebneter fest.

Denn die Wirte in Basel würden lieber in der Schweiz ihre Produkte bestellen, allerdings nicht zu den vorgegebenen Preisen. Die Coca-Cola-Flasche kommt deshalb weiterhin aus dem Ausland. So sparen die Wirte mit den Parallelimporten Kosten. Zugleich setzen sie damit die Lieferanten in der Schweiz unter Druck, die Preise zu senken.