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Wirtschaft Ypsomed-Chef möchte Franken abschaffen

Willy Michel, der Präsident des Burgdorfer Medizinaltechnikunternehmens Ypsomed, möchte den Franken am liebsten abschaffen und den Euro einführen. Damit wären alle Probleme mit der Frankenstärke vom Tisch.

Willy Michel
Legende: Auf sein Unternehmen bezogen rechnet Michel mit zehn Millionen Franken weniger Gewinn wegen der Frankenstärke. Keystone

Zur Lösung der Frankenstärke schlägt der Präsident des Burgdorfer Medizinaltechnikunternehmens Ypsomed, Willy Michel, die Abschaffung des Frankens vor.

Deutschland sei heute Profiteur des Euro, hätte aber bei Beibehaltung der starken Mark heute die gleichen Probleme wie die Schweiz, sagte Michel in einem vorabgedruckten Interview mit der Zeitschrift «Bilanz».

Die Abkehr vom Euro-Mindestkurs werde in der Schweizer Industrie mindestens 30'000 Stellen kosten. Der Prozess dauere noch zwei bis drei Jahre. Wer glaube, das Ganze sei ausgestanden, täusche sich. Die durch den Frankenschock verursachte Fitnesskur in der Industrie bezeichnete Michel als Floskel. Es sei bereits alles ausgereizt.

Den nächsten Ausbauschritt seiner Firma peilt Michel jedenfalls im Ausland an. Das Unternehmen hatte vor kurzem angekündigt, in Solothurn 50 Millionen in eine neue Produktionslinie zu investieren.

Ypsomed ist seit 30 Jahren spezialisiert auf Injektionssysteme, besonders im Bereich Diabetes. Für die Firma arbeiten rund 1100 Mitarbeitende. Ypsomed mit Sitz in Burgdorf besitzt mehrere Fabriken in der Schweiz und Tschechien und hat mehrere Tochtergesellschaften.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Die Idee wie Hr. Michel sie hat haben schon seit 20 Jahren immer wieder Leute gehabt. Schon damals, als der ECU noch aktuell und der € bloss angekündigt war, gab es diese Voten. Damals wie heute waren sie kurzsichtig wie typische Manager von börsenkotierten Unternehmen.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    René Zeyer am 25.02.2015: "Mehr als Milliarden gespart"; absolut lesenswert: Hätte die Schweiz den €, wäre sie mit rund 5% an den europäischen Krediten von über 240 Milliarden für Griechenland beteiligt. Es stünden also 12 Milliarden Schweizer Steuergelder im Feuer, genauer: sie wären futsch. Dazu kommen weitere Verpflichtungen im Rahmen der EFSF, des ESM, im Rahmen von Target-Schulden, Multimilliardenverpflichtungen gegenüber potenziellen Pleitestaaten wie Spanien, Italien oder Frankreich.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Hallo Willy, so extrem kenne ich Dich aber nicht... nun, die Zeit veraendert Leute und ihr Denken... Also den Franken abschaffen... und natuerlich gleichzeitig die Schweiz... habe ich recht??? Vielleicht solltest Du an die Vergangenheit denken und dass die Schweiz, der schweizer Franken sowie Dein Engagement Dich reich gemacht haben... FN, Pharmareferent aD
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    1. Antwort von Fritz Frei (Fritz Frei)
      Aber Franz! Die Berufsbezeichnung schönen? Als du deinen Job ausübtest, hiess das "Ärztebesucher". Nur die Germanen - und eben vielleicht auch prestigesüchtige Schweizer - nannten sich "Pharmareferenten".
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    2. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Richtig ich bin eidg. dipl. Pharmaberater.. Und immer noch stolz darauf!!!! und arbeitete als Pharmareferent, so gesehen (und so hat mich die Firma auch eingestellt) ist die Nennung auch richtig! Sowieso, tempi passati, mein Lieber..und ich bin froh darueber ...und WIE !!!!! ;-)
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