Zalando will im Herbst an die Börse

Es wird einer der spannendsten Börsengänge in Deutschland: Der Onlinehändler Zalando strebt noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse.

Zalando-Päckchen

Bildlegende: Im August 2014 schrieb Zalando mit einem Plus von 35 Millionen Euro erstmals seit seiner Gründung schwarze Zahlen. Keystone

Der Onlinehändler Zalando will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest. «Abhängig vom Börsenumfeld» solle der Börsengang im zweiten Halbjahr 2014 stattfinden, teilte das Unternehmen in Berlin mit.

Die Haupteigentümer von Zalando sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik mit knapp 37 Prozent und die Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer mit 17 Prozent.

Geplant sei die Ausgabe von neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung, hiess es. Die bisherigen Zalando-Aktionäre behielten ihre Anteile. Nach dem Börsengang sollen zehn bis elf Prozent des Zalando-Kapitals an der Börse platziert sein.

Zalando schreibt nach Anfangsverlusten erstmals seit seiner Gründung vor sechs Jahren zumindest operativ schwarze Zahlen. «Das Erreichen der Gewinnschwelle im ersten Halbjahr 2014 ist ein wichtiger Meilenstein», sagte Geschäftsleitungsmitglied Rubin Ritter. «Der Gang an die Börse ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Zalando.»

Millionen vom Staat

In Deutschland bewilligten Bund und Länder dem Börsenkandidaten Zalando in den vergangenen Jahren insgesamt 42 Millionen Euro Fördermittel. Eine umstrittene Hilfe. Lesen Sie mehr dazu.