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Wirtschaft Zurich macht Gewinn und baut Stellen ab

Der Versicherer macht im zweiten Quartal Gewinn. Der fällt jedoch geringer aus als erwartet. Zudem streicht das Unternehmen 670 Stellen.

Legende: Video Zurich hält an Sparplan fest abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.08.2014.

Dank merklich geringerer Schadenszahlungen hat der Versicherer Zurich Insurance Group im zweiten Quartal mehr verdient. Unter dem Strich stand mit 837 Millionen Dollar sechs Prozent mehr Gewinn als vor einem Jahr, teilte der Konzern mit. Analysten hatten allerdings deutlich erwartet mehr – im Schnitt 953 Millionen Dollar.

Mit einer Eigenkapitalverzinsung von 10,8 Prozent gemessen am Betriebsgewinn verfehlte Zurich die angepeilten Spanne von zwölf bis 14 Prozent. Im ersten Halbjahr betrug sie 12,5 Prozent. «Wir befinden uns zwar noch in der Anfangsphase unseres Dreijahresplans, sind aber auf dem richtigen Weg in Bezug auf unsere Ziele für 2014 bis 2016», erklärte Konzernchef Martin Senn.

Stellenabbau fällt geringer aus als angekündigt

Zudem kündigte der Versicherer den Abbau von 670 Stellen an. 300 Kündigungen seien bereits verschickt worden. Rund die Hälfte davon betrifft Mitarbeiter am Hauptsitz in Zürich. Für die Betroffenen gebe es einen Sozialplan, sagte Konzernchef Martin Senn. Insgesamt arbeiten in Zürich rund 1300 Beschäftigte.

Die restlichen Kündigungen würden in Grossbritannien, Irland, den USA und einigen weiteren Ländern ausgesprochen, sagte ein Konzernsprecher. 370 Stellen seien durch Nichtbesetzung, interne Wechsel und natürliche Fluktuation abgebaut worden, sagte Senn.

Zusätzlich sei auch die Zusammenarbeit mit 50 externen Mitarbeitern beendet worden. Weitere Entlassungen seien nicht mehr geplant. Die Verschlankung der Organisation sei jetzt grösstenteils abgeschlossen. Die Restrukturierung koste 520 Millionen Dollar, sagte Finanzchef George Quinn.

Kaum Auswirkungen durch Krisen

Die Sanktionen der EU und der USA gegen Russland wegen der Ukraine-Politik habe keine materiellen Auswirkungen auf die Zurich, sagte Senn. Die Sanktionen beträfen derzeit staatlich kontrollierte Banken in Russland. «Bei solchen Banken haben wir nur ein sehr kleines Engagement.»

Genauso erwarte man keine signifikanten Auswirkungen der Turbulenzen in Argentinien, das von der Pleite gefährdet sei. Dort sei der Konzern vor allem in US-Dollar engagiert.

Ebenfalls keine grossen Auswirkungen hätten die Pleite des portugiesischen Banco Espirito Santo und die jüngsten Flugzeugabstürze in der Ukraine und in Afrika.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Hände weg von Grosskonzerne ob als Arbeitgeber oder als Kunde! Wer sich auf Grosskonzerne einlässt, der tanzt mit dem Teufel und das kann Verbrennungen geben. Wir verraten uns selber wenn wir uns nicht daran halten. Ich staune immer wieder wieviele gut ausgebildete Menschen sich für solche Firmen "prostituieren" obwohl Sie wissen, dass Sie sich auf einen Schleudersitz setzen. Aber eben, dann gibt es ja noch die Arbeitslosen Versicherung welche diesen Angestellten und Firmen dient.
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  • Kommentar von Jens Ingo Lehminger, Schaffhausen
    Was will man eigentlich von jemandem erwarten, der Eigenkapitalrenditen berechnet? Schon der Josef Ackermann hat sich draussen in D verhoben, als er zu hohe Ziele gesetzt hat.
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Ich habe schon längst genug von der Devise „zu wenig Gewinn – Mitarbeiter feuern“. So lässt sich letzten Endes auch kein seriöses Geschäft aufrechterhalten. Mitarbeiter, die erkannt haben, dass sie nur Spielball einer Gier-Elite und einer anonymen ausschüttungsgeilen Aktionärsmasse sind, sind abgelöscht und unengagiert. Früher oder später. Ich möchte nicht Kunde bei so einer Firma sein. Für mich gibt's Mobi, Migros, Bauer direkt, kleine Firmen für Renovationen.
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