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Gelbe Schaufel mit Blähton
Legende: Blähton in den Topf? Bei kleinen Töpfen mit Gemüsepflanzen kann man sich diesen sparen. Keystone / Jean-Michel Groult
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Gartenirrtümer aufgeräumt Tipps für Hobbygärtnerinnen

Über die Jahre haben sich bei Hobbygärtnern und Hobbygärtnerinnen so manche Irrtümer eingeschlichen. Radio SRF 1 Gartenexpertin Silvia Meister über Fehler, von denen sie immer wieder hört.

Silvia Meister

Silvia Meister

SRF 1 - Gartenexpertin

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Silvia Meister ist ausgebildete Fachfrau für naturnahen Garten- und Landschaftsbau. Seit 2002 ist sie als Garten-Expertin für Radio SRF 1 tätig, jeweils am Freitag in der Rubrik «Ratgeber Garten» um 11:08 Uhr.

Irrtum 1: Es gibt Setzlinge zu kaufen, also ist jetzt auch der Zeitpunkt, diese zu pflanzen.

Silvia Meister: Achtung! Die Temperaturen in der Nacht sollten fix über 12 Grad sein, damit Chili, Zucchini und Aubergine weiterwachsen können.

Irrtum 2: Erde aus dem Grossverteiler braucht keinen Dünger.

Das stimmt so nicht. Die Erde enthält zwar schon etwas Dünger, aber das ist nur ein kleiner Start. Pflanzen, die viele Früchte oder Gemüse produzieren sollen, brauchen im Laufe des Sommers noch zusätzlichen Dünger.

Erde aus dem Sack
Legende: Die Nährstoffe in der Erde des Grossverteilers reichen je nach Pflanze nicht bis Ende Saison. Keystone / Veronika Scott

Irrtum 3: Eine Schicht Blähton ist Pflicht, auch im Topf mit Gemüsepflanzen.

Auf keinen Fall! Die Gemüsepflanze braucht jeden erdenklichen Platz, damit sie viele Wurzeln machen kann.

Irrtum 4: Ende Saison entsorgt man die Topferde mit der Grünabfuhr.

Das wäre schade! Die Erde ist wichtig für das nächste Jahr. Behalten Sie die Erde, aber bereichern Sie diese. Aktivieren Sie die Erde im nächsten Frühling mit Komposterde.

Irrtum 5: Peterli auf dem Balkon geht sowieso immer ein.

Stimmt nicht! Pflanzen Sie Peterli wieder. Aber der Topf sollte mindestens 40 cm tief sein, damit das Kraut gut wächst. Schauen Sie sich einmal die langen Wurzeln von Peterli an, dann wissen Sie, weshalb.

Peterliwurzel
Legende: Peterli braucht Platz. Die Wurzel des beliebten Krauts ist so lang wie ein Rüebli. SRF / Silvia Meister

Irrtum 6: Ich ernte die reifen Früchte meiner Zucchetti- und Tomatenpflanzen erst dann, wenn ich Lust auf diese habe.

Das ist falsch. Man muss die Früchte fortlaufend immer wieder ernten. So wird die Pflanze angeregt, immer wieder junge Früchte zu bilden.

Irrtum 7: Rasen darf man nie bewässern, wenn die Sonne scheint. Sonst verbrennt das Gras.

Das stimmt nicht. Es spielt dem Rasen keine Rolle, ob man am Morgen, Mittag oder Abend Wasser gibt. Die Tröpfchen sind nur so kurz auf dem Gras, dass sie nicht wie ein Brennglas funktionieren. Sie tropfen gleich weg.
Aber selbstverständlich ist Wässern am Abend sinnvoller als am Tag. Dann kann sich der Rasen in der Nacht erholen und ist am Morgen gestärkt für den sonnigen Tag.

Sprenkler auf Rasen
Legende: Ein weit verbreiteter Mythos: Rasen verbrenne, wenn man ihn bei Sonnenschein wässert. Colourbox
Audio
Nachbarschaftshilfe von Pflanze zu Pflanze
aus Ratgeber vom 15.04.2022.
abspielen. Laufzeit 6 Minuten 6 Sekunden.

Radio SRF 1, Ratgeber, 6. Mai 2022, 11:08 Uhr;

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