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Radio SRF 1 Ärger um steigende Prämien: Was können wir dagegen tun?

Explodieren die Gesundheitskosten, weil wir bei jedem Wehwehchen zum Arzt rennen? Sind Medikamente die Kostentreiber oder gar die Krankenkassen selber? Drei Gäste und Hörerinnen und Hörer diskutierten in der Sendung «Forum» über die stetig steigenden Gesundheitskosten und über Massnahmen dagegen.

Legende: Audio «Forum»: Die Sendung zum Nachhören abspielen.
58 min, aus Forum vom 05.10.2017.

Ist es Jammern auf hohem Niveau, wenn wir den Anstieg der Krankenkassenprämien auf 2018 beklagen? Unser Gesundheitssystem gilt als exzellent. Nicht nur Reiche können sich Arzt und Spital leisten, sondern alle. Und wir bekommen für die Prämie von durchschnittlich 325 Franken pro Monat auch etwas geboten.

Zum Beispiel ist Krebs dank neuer Therapien schon lange kein Todesurteil mehr. Sondern wandelt sich hin zu einer chronischen Erkrankung. Auch sterben 12 Prozent weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als um die Jahrtausendwende, wie die Schweizerische Ärztezeitung schreibt.

Wollen wir «ds Füfi und s Weggli»? Oder könnte man auf manch Teures in der Medizin verzichten, weil der Nutzen gering ist?

Rund jeder vierte Prämienzahler erhält Prämienvergünstigungen, damit er sich die Krankenkasse leisten kann. Müssten Bund und Kantone grosszügiger werden und mehr Familien und Einzelpersonen unterstützen? Ist die Kopfprämie überhaupt noch sinnvoll oder müsste man einkommensabhängige Prämien durchsetzen?

Gäste in der Sendung «Forum»

In der Sendung «Forum» diskutierten folgende Gäste Meinungen und Vorschläge aus der Hörerschaft:

  • Jürg Schlup, Präsident FMH, Dachverband der Ärzteorganisationen
  • Felix Schneuwly, Krankenkassenexperte beim Vergleichsdienst Comparis
  • SRF-Inlandredaktorin Rahel Walser

Ihre Prämie können Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster berechnen.

64 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Wenger (Daniel Wenger)
    Das KK Problem ist umfassender, heute muss jeder alles geben, in der Freizeit und am Arbeitsplatz. Das eröffnet dass die Leute um ja mitzuhalten schon bei kleineren Gebresten und Unwohlsein zum Arzt gehen. Zudem sind hochgezüchtete Rennpferde ein wenig anfälliger.
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  • Kommentar von beat husi (beat husi)
    Die meisten Massnahmen sind nicht im nachhaltigen Sinn wirkungslos. Zu viele profitieren vom aktuellen System und leben sehr gut. Arztegruppen vergleichen sich mit solchen , die mehr verdienen und fühlen sich benachteiligt. Die Patienten wollen möglichst viel profitieren und haben immer grössere Ansprüchen-möchten aber so wenig als möglich zahlen. Die Pharmaindustrie nutzt das System rücksichtslos aus. Ausser in der Zahnmedizin existiert das Prinzip Eigenverantwortung nicht.
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  • Kommentar von Jean-Marc Suter (jmsoleil)
    Die Volksinitiative der VD- und GE-Staatsräte Maillard und Poggia ist ein wertvoller Vorschlag, um Transparenz in die Bilanz der Krankenkassen zu schaffen. Vorteile: 1) Marketingskosten und lästige Telefonwerbung der Call Centers fallen aus. 2) Beim Kassenwechsel bleibt die gesetzliche Reserve des Versicherten nicht mehr bei der alten Kasse. Kostenersparnis! 3) Vollständige Trennung zwischen Grund- und Zusatzversicherungen. Wie: Das Finanzwesen wird einer kantonalen Ausgleichskasse übertragen.
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