Bademode im Wandel der Zeit

Schon im alten Griechenland und auch im Mittelalter wurde gebadet. Von nackter Haut zur grossflächig bedenkender Badekleidung aus Stoff, bis hin zum knappen Bikini. Jedes Jahr fragt man sich aufs Neue, welcher Badeanzug im Trend ist und der Figur am meisten schmeichelt. Der Weg zur knappen Bademode.

Das Model Micheline Bernardini im ersten Bikini.

Bildlegende: Der erste Bikini Das Model Micheline Bernardini führt am 5. Juli 1946 im Pariser Schwimmbad Molitor den ersten Bikini vor. Keystone

Ein Bade-Event im Mittelalter. Viele Leute, die Baden, Essen und Musik machen.

Bildlegende: Festlich Im 15. Jahrhundert war das Baden ein grosser Anlass. Das Ganze wurde begleitet von Musik und Essen. Getty Images

Die alten Römer und Griechen sind bekannt für ihre Bäder. Sie badeten häufig nackt oder man verhüllten sich in Gewänder.

Im Mittelalter badete man nackt in hölzernen Waschzubern. Diese dienten als Gemeinsachaftsbadewannen. So traf man sich in Hinterhöfen zum gemeinsamen Baden. In öffentlichen Bädern setzte der Bader strikte Regeln durch. In privaten Wannen amüsierte man sich deshalb deutlich mehr.

Strenge Regeln – Unpraktische Bademode

Damit sich die Baderöcke nicht hoben, trugen die Frauen im 18. Jahrhundert Gewichte an ihrer Badekleidung.


Zwickelerlass

2:32 min, aus 100 Sekunden Wissen vom 27.09.2012

Im Wandel der Zeit wurden die Kleider praktischer, auch wenn man sich im 19. Jahrhundert in den Badeanzügen trotzdem kaum sportlich betätigen konnte.

In den 1920er-Jahren lockerte sich die Bademode und Damen sowie Herren kleideten sich freizügiger.

Deshalb versuchten Konservative im Jahr 1932 das öffentliche Baden erneut zu regeln und verordneten den Zwickelerlass. Als Folge der gestrafften Badegesetze trugen Männer keine Badehosen mehr, sondern Badeanzüge wie anfangs des 20. Jahrhunderts. Auch Damenanzüge mussten nun wieder mehr Haut bedecken.

Freizügigkeit mit dem ersten Bikini

Am 5. Juli 1946 präsentierte Model und Nackttänzerin Micheline Bernardini den ersten Bikini. Dieser wurde vom Designer und ehemaligen Autoingenieur Louis Réard entworfen und im Pariser Schwimmbad «Molitor» vorgeführt.


Bikini

2:44 min, aus 100 Sekunden Wissen vom 05.05.2015

Zuvor gab es zwar schon zweiteilige Badeanzüge, diese waren jedoch sehr hoch geschnitten und deckten meist alles bis über den Bauchnabel ab.

Neu wurde ausserdem anstatt Woll- und Baumwollstoff Nylon für die Herstellung von Badekleidern verwendet.

Seither gibt es keine Grenzen mehr im Design von Bademode - Bikinis sowie auch Badehosen werden immer knapper, bunter und ausgefallener. Es gibt sie in allen Grössen, Farben, Formen und Varianten - passend für jeden Körper. Mehr dazu im Ratgeber.

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