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Radio SRF 1 Cheflöhne: Was hat die Abzocker-Initiative gebracht?

14 Millionen, 11 Millionen oder 8 Millionen: Drei Jahre nach Annahme der Abzocker-Initiative sind die Löhne der Chefs von UBS, Novartis oder ABB hoch. Zudem sind die Vergütungen im letzten Jahr durchschnittlich um 11 Prozent gestiegen. Was hat die Abzocker-Initiative gebracht?

Legende: Audio ««Forum» Die ganze Sendung zum Nachhören» abspielen. Laufzeit 55 Minuten.
55 min, aus Forum vom 14.04.2016.

Es waren hitzige Diskussionen vor der Abstimmung zur Abzocker-Initiative im Winter 2012/2013: Die hohen Managerlöhne stiessen einer Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sauer auf. Man wollte mit einem Ja zur Initiative die Millionenlöhne begrenzen und die goldene Millionenfallschirme verbieten. Zudem sollte das Aktionärsrecht gestärkt werden.

Die Gegner warnten, Top-Manager würden ins Ausland abwandern und der Wirtschaftsstandort Schweiz würde insgesamt durch die Reglementierungen geschwächt. Die Initiative wurde trotzdem angenommen.

Abzocker-Initiative: Was hat sie bisher gebracht?

Bis die Gesetze geschrieben, diskutiert, bereinigt und gut geheissen werden, kann es noch dauern. Deshalb trat im Januar 2014 eine Verordnung in Kraft. Diese verbietet zum Beispiel Abgangsentschädigungen. Zudem müssen die Löhne der Chefs und Verwaltungsräte an der Generalversammlung den Aktionären zur Genehmigung vorgelegt werden.

Was hat die Abzocker-Initiative bis jetzt gebracht? Wieso steigen die Cheflöhne trotzdem und wieso bekommen CEOs, die schlecht gewirtschaftet haben, einen Bonus? In der Diskussionssendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten Hörerinnen und Hörer mit Expertinnen und Experten.

Gäste im «Forum»:

  • Corinne Schärer, Geschäftsleitung UNIA
  • Valentin Vogt, Präsident Arbeitgeberverband
  • Eveline Kobler, stv. Leiterin Wirtschaftsredaktion Radio SRF

37 Kommentare

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  • Kommentar von Jolanda Brun, Kriens
    Was kümmert Millionenverdienende die Relationen? Ist es Macht, Besitz, Prestige oder ist es eher leben können, essen können, Raum der uns schützt, tragende Beziehungen unter den Menschen, die nötig sind? Durch Machtbedürfnisse, uneingeschränktes Wachstum und Bedürfnis nach Grenzenlosigkeit wird uns die Welt vermehrt entgleiten. Nur Grenzen lassen uns, die Welt und uns auf ihr wahrnehmen. Wenn wir Begrenzungen und die Balance nicht wollen, werden uns früher oder später Grenzen wieder neu gesetzt.
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  • Kommentar von Hans Neracher, 8614 Bertschikon
    Die absurd hohen Löhne sind mit eine Ursache des weltweiten Terrorismus.
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  • Kommentar von Heinrich Zimmermann, Fulenbach
    Wie bei Fussballern, die zu astronomischen Zahlen gehandelt werden, (nur hier traut sich die politische Elite nicht zu äussern), werden Manager von Konzernen gehandelt.
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