Christa de Carouge: Luftig gegen die Hitze

Die Temperaturen haben in den letzten Tagen bereits Spitzenwerte erreicht. Aber es ist ja erst Anfang Juni und der eigentliche Sommer steht noch bevor. Grund genug, sich mit der Modedesignerin Christa de Carouge über die richtige Bekleidung an heissen Tagen zu unterhalten.

Christa de Carouge im Radiostudio.

Bildlegende: Grande Dame der Schweizer Mode Christa de Carouge ist Morgengast bei Sven Epiney – selbstverständlich in Schwarz. SRF

An einigen Schweizer Schulen erlässt man Vorschriften gegen knappe und enge Kleider. Christa de Carouge hat gute Argumente dafür, dass es so weit gar nicht kommen müsste. Alles, was es bräuchte, wäre ein Gespür für Kleider, in denen man möglichst wenig unter der Hitze leidet – solche aus viel leichtem Stoff nämlich. «Oversized» sei bei heissen Temperaturen genau richtig, sagt unser Morgengast. Und dann dürfe es auch gerne schwarz sein.

Ihren Kleiderstil – immer in Schwarz – habe sie vor 30 Jahren gefunden, so die 77-Jährige. De Carouge findet, dass man sich durchaus bis 50 Zeit lassen könne, um seinen eigenen Stil zu finden. Heute werde viel zu viel kopiert, kritisiert sie. Hingegen seien gepflegte, nackte Füsse in schönen Sandalen durchaus in Ordnung.

Auch dass kurz vor der WM nun viele Fussball-Trikots anziehen, sei ihr kein Dorn im Auge. Aber die Modeschöpferin scheint gleichzeitig doch auch froh darüber zu sein, dass die farbigen Leibchen schon bald wieder für vier Jahre in den Kleiderschränken verschwinden.