Der Bankdirektor und die Journalistin

Im letzten «Persönlich» von Gastgeber Daniel Hitzig in St.Gallen trifft der Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz auf die linke WOZ-Journalistin Susan Boos.

Daniel Hitzig.

Bildlegende: Zum letzten Mal Gastgeber Daniel Hitzig. SRF

Susan Boos

Susan Boos.

Bildlegende: Susan Boos. zvg

«Journalismus ist der schönste Beruf: Man kann überall und zu allem Fragen stellen und bekommt in der Regel auch Antworten», sagt Susan Boos, die in St. Gallen lebt und für die linke Zürcher WochenZeitung schreibt. Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie bei der WoZ, wo flache Hierarchien und gleiche Löhne für alle zum Geschäftsmodell gehören. Die ausgebildete Lehrerin Boos leitet die Redaktion und wurde von einer Fachzeitschrift schon zweimal zur «Chefredaktorin des Jahres» gewählt, obwohl es in der Genossenschaft, die die WochenZeitung herausgibt, eigentlich gar keine Chefs gibt. Seit einer eindrücklichen Reise ins verstrahlte Tschernobyl publiziert Susan Boos häufig über Energiefragen, schon zweimal war sie seit der Reaktor-Katastrophe in Fukushima. 

Pierin Vincenz

Pierin Vincenz.

Bildlegende: Pierin Vincenz. zvg

Der Chef der Raiffeisen Schweiz, die ihren Sitz in St. Gallen hat, gehört zu den mächtigsten Bankiers und Wirtschaftsführern hierzulande. Der Sohn eines früheren Bündner CVP-Ständerats weiss um den Spagat, den er als hochdotierter CEO der drittgrössten Schweizer Bankengruppe und als Koordinator von 321 genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken, zu bewältigen hat. Dabei nimmt Vincenz auch in Kauf, anzuecken. Sei es bei der Übernahme des US-Geschäfts der Bank Wegelin, die Vincenz als Notenstein Privatbank weiterführt, oder als er sich schon früh für den automatischen Informationsaustausch aussprach. Vincenz mag es, Tabus anzusprechen, zu diskutieren und zu überzeugen, wozu er jedes Jahr rund 60'000 Kilometer kreuz- und quer durch die Schweiz reist.

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Gast: Pierin Vincenz

27 min, aus Schawinski vom 27.5.2013

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