Der mögliche Misserfolg macht das Abenteuer aus

2006 ist der Schweizer Polarfahrer Thomas Ulrich knapp dem Tod entronnen. In letzter Not konnte der Abenteurer von russischen Rettern von einer treibenden Eisscholle in Sicherheit gebracht werden. Nach einem langem Prozess hat sich Ulrich als neuer Mensch wieder gefunden.

2006 ist der Berneroberländer Abenteurer, Fotograf und Bergführer Thomas Ulrich mit russischer Hilfe dem Tod von der Schippe gesprungen. Der misslungene Versuch, als erster Mensch ohne fremde Hilfe auf Skiern von Russland über den Nordpol nach Kanada zu gehen, hat den Abenteurer während Jahren belastet und in ein Dilemma gestürzt. Was darf man sich und anderen zumuten?

In der Sendung «Menschen und Horizonte» blickt Thomas Ulrich auf seinen gescheiterten ersten Versuch in der Arktis zurück. Er erzählt, wie er seine Rettung erlebt hat und weshalb er sein Scheitern als Tiefschlag empfunden hat. Und wie er aus seinem Tief gefunden und neue Kraft geschöpft, um einen einen zweiten Versuch zu wagen.

« Erst die Ungewissheit macht ein Projekt zum Abenteuer »

Eigentlich könnte Thomas Ulrich das Leben zuhause bei seiner Frau und den 3 Töchtern geniessen. Doch es zieht den Berner Oberländer immer wieder in die weite Welt hinaus, zu immer tollkühneren Abenteuern. Warum mutet er sich und seiner Familie das alles zu?

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Thomas Ulrich zwischen Polareis und Familie

50 min, aus DOK vom 16.10.2008

Der Abenteurer gibt nicht auf

Das Unmögliche ist und bleibt sein Ziel. 2015 will der Berner Oberländer einen neuen Versuch wagen. Er wird mit 200 Kilogramm Gepäck auf 2 Schlitten die 2000 Kilometer lange Strecke unter die Skier nehmen und während 100 Tagen die grosse Einsamkeit erleben. Bei Temperaturen von bis zu minus 45 Grad und zeitweise von Eisbären begleitet, will Ulrich das bisher Unmögliche möglich machen. Für den Abenteurer Thomas Ulrich macht erst die Möglichkeit zu scheitern ein Abenteuer aus.

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