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Radio SRF 1 Diskussion: Syrische Flüchtlinge – wie muss die Schweiz handeln?

Im Libanon verschärft sich die Situation der syrischen Flüchtlinge dramatisch. Eine Million Menschen sind zunehmend der Kälte und dem Schnee ausgesetzt. Wie muss die Schweiz mit ihrer humanitären Tradition helfen? Thomy Scherrer diskutiert die Frage mit Experten und Hörerinnen und Hörer im «Forum».

Syrische Flüchtlinge in eingeschneitem Camp.
Legende: Syrischen Flüchtlinge in Zahleh, Libanon, am 8. Januar 2015. Keystone

Massenflucht aus Syrien

Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 3,5 Millionen registrierte Syrer sind auf der Flucht. Andere Vermutungen sprechen sogar von gegen 10 Millionen. Allein eine Million Flüchtlinge leben im kleinen Staat Libanon. Unzählige Kinder, Frauen und Männer werden den Winter mit Schnee und Kälte hinter dünnen Zeltwänden in kaum beheizten Notunterkünften verbringen. Die hygienischen Verhältnisse oder die schlechte medizinische Versorgung setzen den kriegstraumatisierten Menschen zusätzlich zu.

Differenzierte Einigkeit der Parteien

Die Schweiz muss helfen, da sind sich überraschend alle Parteien einig. Die SVP will die Hilfe vor Ort verstärken und bringt den Sonderstatus «S» ins Spiel. Er ermöglicht eine schnellere Aufnahme- und Abschiebepraxis. Andy Tschümperlin Fraktionschef der SP erwägt die Möglichkeit 5000 Flüchtlinge vor Ort zu rekrutieren und sie in die Schweiz zu überführen. Die Grünen sprechen sogar von 100‘000 Flüchtlingen, die man als Sofortmassnahme in unser Land aufnehmen sollte. Doris Fiala, FDP-Nationalrätin hat Jordanien besucht und verlauten lassen, dass die Schweiz mehr Flüchtlinge als bisher aufnehmen kann.

Im Studio diskutieren:

  • Walter Leimgruber, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen
  • Yvette Estermann, Nationalrätin SVP und Mitglied der Aussenpolitischen Kommission
  • Beat Meiner, Generalsekretär Flüchtlingshilfe Schweiz
  • Annette Frischknecht-Plohmann, Sozialpädagogin und Flüchtlingsgastfamilie

Das sagen die Diskussionsteilnehmer im Studio zur Aufnahme von Syrischen Flüchtlingen:

Wie muss die Schweiz handeln?

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76 Kommentare

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  • Kommentar von Elner Margrit, Zürich
    Die Schweiz soll mit der EU zusammen das flüchtlingproblem lösen. Die EU und die Schweiz soll diese Menschen aufnehmen, sie pflegen und ausbilden und so mit ihnen zusammen ein Bollwerk gegen den Terror machen. Die EU und die Schweiz soll aber auch den Waffenhändler ein Riegel vorschieben.
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    1. Antwort von Daniel Münger, Zürich
      Niemals! Diese Menschen will ich hier nicht. Die welche schon da sind, zeigen uns in aller Deutlichkeit, dass sie weder gewillt sind, sich zu integrieren, noch dass sie arbeiten wollen. Und nicht vergessen, wir haben hier kein Aschenputtel, dass die Guten von den Schlechten trennt! Also holen wir uns unter Umständen sogar den "heiligen" Krieg ins Haus. So dumm sind wir nicht!
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  • Kommentar von heidi gisi, basel
    Etwas, habe ich anscheinend doch nicht ganz verstanden: Hat die Familie Frischknecht-Plohmann, den jungen Pakistani uneigennützig aus reiner Menschenliebe zum Nulltarif aufgenommen? Hat das Sozialamt nur die Kkasse bezahlt? Oder sämtliche Kosten, wie Kost und Logis, Kleider, Schuhe, Arzt Selbstbehalt, Zahnarzt, ÖV, Telefon/Handy, Taschengeld und evt. noch Betreuungsgeld u.s.w. der Fam. Frischknecht vergütet? Frage:"Wieviele CH Familien könnten sich so einen Gast, über Monate/Jahre wohl leisten?"
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  • Kommentar von Martin Brunnert, Biel
    Syrische Flüchtlinge sollen nur kommen aber sie sollen von vorneherein unsere Gesellschaft akzeptieren. Nicht wie jene muslimischen Asylbeweber aus Syrien welche die wenigen christlichen Asylbewerber unter Ihnen als "Schweinefresser" bezeichnet haben.
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