Drei Geschichten aus der Waschküche, die sich gewaschen haben

Die Waschküche ist ein Ort der Begegnung. Ein Hotspot für leidige, amüsante und kuriose Geschichten. Radio SRF 1-Hörerinnen und Hörer haben uns solche erzählt. Die drei schrägsten gibt es hier.

Wäsche auf der Leine.

Bildlegende: Symbolbild. Colourbox

Fremde Unterwäsche

Jeannine Berger aus Villmergen musste erst einmal die Waschküche mit anderen teilen. Konkret mit einer anderen Hausbewohnerin, denn die zwei Junggesellen im Haus benutzten die Waschküche nie. Als Jeannine Berger eines Tages ihre frisch gewaschene Wäsche aus der Maschine nahm und aufhängen wollte, waren Kleidungsstücke dabei, die ihr nicht gehörten.

«  Sexy Strings besass ich nicht. »

Jeannine Berger konfrontierte ihre Nachbarin mit dem Wäschefund. Diese gab zu, dass sie wegen ein paar kleinen Wäschestücken keine Maschine starten wollte und kurzum ihre Strings zur Wäsche von Jeannine Berger gelegt hat. «Damals war ich entsetzt – heute lache ich darüber.»

Waschküchenschlüssel auf dem Weg nach Indien

In den 1960-er Jahren musste der Mann von Heidi Bürkli aus Zürich auf Geschäftsreise nach Indien: Mit im Gepäck, der Waschküchenschlüssel. Kaum war der Mann aus dem Haus, bemerkte Heidi Bürkli das Fehlen des Schlüssels. «Ich fuhr in einer Aufregung mit dem Taxi zum Flughafen, ging zum Informationsschalter und liess meinen Mann ausrufen.» Die Dringlichkeit war gegeben – schliesslich hatte er den Waschküchenschlüssel für ein 8-Familien-Haus in der Tasche, schreibt Heidi Bürkli. Dies war damals Grund genug, den Mann auszurufen und tatsächlich kam er angerannt und übergab ihr den Schlüssel. Der Hausfrieden war gerettet!

Andere Länder, andere Sitten

Eingerollte Teppiche liegen und stehen in einer Waschküche.

Bildlegende: Teppichreinigung in der Waschküche. zVg

Pia Zwicker aus Wittenbach schreibt:

«  In unserem Mehrfamilienhaus ist die Waschküche ein ständiges Ärgernis. »

Erst kürzlich sei es zum ultimativen Vorfall gekommen, als eine ältere Dame ihre gesamten Teppiche in der Waschküche eingeseift und mit dem Gartenschlauch abgespritzt habe. Die Waschküche sei ca. 3 cm unter Wasser gestanden. Da die Frau unserer Sprache nicht mächtig ist, dürfte sie kaum verstanden haben, dass es hier nicht üblich ist, die Teppiche auf diese Art zu reinigen, schreibt Pia Zwicker in ihrem Mail.

Sendung zu diesem Artikel