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Radio SRF 1 Familienbande und Dynastien: «Ich bin der Junior bis ich sterbe»

Das Leben gibt uns vieles mit. Vor allem eine Familie, die uns prägt. Zirkusdirektor Fredy Knie jun. und Schriftsteller Adolf Muschg sind in besonderen Verhältnissen aufgewachsen. Sie erzählten Moderatorin Katharina Kilchenmann in der Sendung «Persönlich» von ihren Lebenswegen und Überzeugungen.

Adolf Muschg und Fredy Knie jun. sitzen mit Katharina Kilchenmann auf der Bühne an einem Tisch
Legende: Zwei glückliche Menschen: Adolf Muschg und Fredy Knie jun. brennen für ihre Berufe. SRF

Fredy Knie jun. – ein Leben für den Zirkus

Ausspannen, das ist nichts für Fredy Knie jun.: «Wenn ich in den Ferien bin, fühle ich mich meinen Tieren gegenüber wie ein Verräter.» Kein Wunder, dass die letzte Urlaubsreise schon etwas länger zurückliegt. 1998 war das. Dieses selbstgewählte Schicksal ist aber kein Problem, denn Fredy Knie möchte nichts anderes machen als Zirkus. Das hat er im Blut.

Die Knie-Dynastie ist sein Leben, wobei ihn in der öffentlichen Darstellung eines nervt: «Die Vergleiche mit einem Königshaus regen mich auf. Ich hasse das. Wir sind eine normale Familie.» So spricht er, und schiebt direkt hinterher: «Natürlich nicht ganz normal...»

Adolf Muschg – ein Leben für die Literatur

«Ich habe auf meine verquere Art auch die Zugehörigkeit zu einer Dynastie», sagt Adolf Muschg. Als Sohn aus zweiter Ehe wuchs er in komplizierten Familienverhältnissen auf, da seine Halbgeschwister die neue Frau an des Vaters Seite nicht akzeptierten. «Das war ein distanziertes Verhältnis und für mich ein Raum, den ich mit meiner Fantasie füllen musste», erinnert er sich.

Seine Welt wurde die der Worte. Das geht so weit, dass Adolf Muschg sagt: «Im Grunde ist alles Störung, was mich vom Schreibtisch wegzieht. Ich sehne mich nach dem Schreibtisch zurück. Dort erlebe ich meine Abenteuer.»