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Radio SRF 1 Forum: Harter Franken – harte Zeiten?

Der harte Franken sorgt für Alarmstimmung bei der Schweizer Exportwirtschaft. Für viele Firmen geht es um die Frage: Können sie ihre Aufträge aus dem Ausland behalten? Wie können sie die Preise weiter senken? Und geraten nun auch die Löhne unter Druck? Im «Forum» diskutierten Experten und Hörer.

Legende: Audio Das ganze «Forum» zum Nachhören abspielen.
56 min, aus Forum vom 23.01.2015.

Letzte Woche hat die Nationalbank den Euro-Mindestkurs überraschend aufgegeben. Nach dem Kurssturz des Euro gegenüber dem Schweizer Franken sind viele Aufträge aus dem EU-Raum für Schweizer Unternehmer zum Verlustgeschäft geworden. Der Gewinn ist von einer Sekunde auf die andere weggeschmolzen. Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank den Euro voraussichtlich weiter schwächen. Alle fragen sich: Wo wird sich der neue Wechselkurs längerfristig einpendeln?

Die Konsumenten profitieren derweil vom günstigen Eurokurs. Die Preise im Detailhandel werden weiter sinken, und einkaufen ennet der Grenze ist jetzt noch günstiger. Aber falls die Arbeitslosigkeit wächst und die Löhne sinken, dann wäre die Frankenstärke bald auch für die Arbeitnehmer nicht mehr nur von Vorteil.

In der Sendung «Forum» diskutierten:

  • Martin Janssen, Finanzmarktexperte, emeritierter Professor für Finanzmarktökonomie, Universität Zürich
  • Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB
  • Iwan Lieberherr, SRF-Wirtschaftsredaktor
  • Jürg Zwahlen, Unternehmer und VR-Präsident der Birchmeier Sprühtechnik AG Stetten (AG)

72 Kommentare

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  • Kommentar von Bermgartner, Turbenthal
    Man könnte sich auch Gedanken darüber machen, wie wir uns allgemein von Hochpreisland der EU nähern könnten. Meine Vision wäre dass alles und überall 15% günstiger wird. Das heisst, man fängt z.B. bei Mieten an über Versicherung, Löhne, Markenartikel u.s.w. so wäre es auch nicht mehr interessant die Einkäufe im Ausland zu tätigen. Die Umsetzung wäre sicher nicht leicht, aber für mich die einzige Lösung!
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  • Kommentar von Paul Herrmann, Zürich
    Eine Massnahme, über die man bisher in der Schockstarre - soweit ich gefolgt bin noch nicht gesprochen hat, wäre: Statt mit Stellenabbau, Arbeitszeitverlängerung, Rentenkürzung und dem üblichen sattbürgerlichen Blumenstrauss zu wedeln die TOPSHOTS mal zeigten, dass das TOP insoweit zutrifft auch mit weniger "Bonus" (oder gibt's dafür schon ein neues Wort) noch mehr zu leisten, zu angemessenen BEZÜGEN zu arbeiten. Im neuen Märchen von des "Kaisers neue Kleider" -> Hermelin weg -> Militärfoulard!
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  • Kommentar von Roland Z., Wetzikon
    Spinnen denn jetzt alle? Sind alle am hyperventilieren? Ein bisschen Geduld wäre doch sehr hilfreich, schliesslich sind es gerade mal 7 Tage seither! Nein, die SNB ist nicht unglaubwürdig, sondern das Gegenteil! Alle Kritiker und Nörgler sind unglaubwürdig !!!!!!
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    1. Antwort von kurt steudler, gasel
      Sehr richtig, danke!
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    2. Antwort von R. Bünzli, Bern
      Vorallem solche Leute wie Herr Lampart von den Gewerkschaften, welche dauernd mit grossen Reden Öl ins Feuer giessen, obwohl sie meiner Meinung viel zuwenig Ahnung vom Thema haben.
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