Friedwälder und Gemeinschaftsgräber

Früher war das gepflegte Grab ein Statussymbol. Aber auch dort, wo Menschen ihre letzte Ruhe finden, haben sich die Zeiten geändert: Heute wünschen sich viele Menschen, in einem Gemeinschaftsgrab oder in einem Friedwald beigesetzt zu werden.

Die Sonne scheint in einen Friedwald, in dem Ruhestätten dezent markiert sind.

Bildlegende: In der Schweiz gibt es 70 Friedwälder. Colourbox

Blumen auf dem Gemeinschaftsgrab

Immer mehr Menschen entscheiden sich heute fürs Gemeinschaftsgrab. Dennoch haben viele das Bedürfnis, die Stelle zu markieren, an der ihre Liebsten begraben liegen – sie setzen eine Blumenzwiebel oder zählen die Schritte. «Der Ort des Abschieds ist ein Teil der Trauerarbeit», sagt Marc Lüthi, Leiter des Bestattungswesens vom Kanton Basel-Stadt.

70 Friedwälder in der Schweiz

Auch in sogenannten Friedwäldern finden Menschen heute ihre letzte Ruhe. Die Asche wird bei einem Baum der Wahl begraben – bei einer Buche, einer Linde oder einem Ahornbaum zum Beispiel. «Deshalb brauchen wir einen möglichst durchmischten Baumbestand», sagt Ernst Brunschweiler, Leiter vom Friedwald in Rohr (AG). Redaktorin Stefanie Pauli hat den Friedhof im Kanton Aargau besucht.

70 Friedwälder gibt es in der Schweiz. Dekoriert sind die Ruhestätten nur mit dem, was natürlich im Wald wächst. Einem Spaziergänger soll es nicht auf den ersten Blick auffallen, dass er in einem Friedwald unterwegs ist. Die Beisetzung im Wald kostet knapp 5000 Franken.

Radio SRF 1 auf dem Friedhof

Radio SRF 1 ist im Vorfeld von Allerheiligen auf dem Friedhof unterwegs.

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