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Radio SRF 1 Glücklich in Würenlingen, happy in London!

Ursula Gauch und Alessandro Cipriano sind beide in Würenlingen aufgewachsen. Heute jedoch leben sie in unterschiedlichen Welten: Sie ist erfolgreiche Unternehmerin im Dorf und er hat sein Glück als Sänger in London gefunden. Katharina Kilchenmann begrüsst beide zum «Persönlich» in Würenlingen (AG).

Ursula Gauch

Porträt von Ursula Gauch.
Legende: Ursula Gauch. zvg

SIe hatte keinen einfachen Start ins Geschäftsleben: Mit etwas über 20 musste sie nach dem Tod ihres Vaters das Plattenleger-Geschäft übernehmen. Kurze Zeit später erkrankte auch noch die Mutter. Dann erlag der Bruder, der eigentlich als Nachfolger vorgesehen war, einem Krebsleiden.

So wurde Ursula Gauch unverhofft zur Unternehmerin und Ersatzmutter für ihre jüngeren Brüder. Sehr viel Arbeit, zumal die Söhne anfangs noch klein waren und ihr Mann und sie je ein Geschäft managten. «Aber in dieser Zeit und auch später hatten wir immer viel Unterstützung.»

Heute plant Ursula Gauch nach und nach ihren Ausstieg aus dem Geschäft. Sie ist viel unterwegs auf Reisen und Biketouren und die Rolle der Grossmutter macht ihr grossen Spass.

Alessandro Cipriano

Poträt von Alessandro Cipriano.
Legende: Alessandro Cipriano. zvg

Aufgewachsen ist Alessandro Cipriano als André Gloor bei seinen Adoptiveltern in Würenlingen. «Ich erlebte eine sehr glückliche Kindheit, aber irgendwann habe ich mich auf die Suche nach meinen biologischen Eltern gemacht», sagt er. Und er hat sie gefunden – und damit auch gleich noch mehrere Geschwister und Halbgeschwister.

Seine Mutter war Italienerin und von ihr hat er das südländische Aussehen und den Hang zum Belcanto. «Ich bin sehr glücklich, dass ich all diese Informationen habe, nur so konnte ich meine Identität als Mensch und als Sänger finden.»

Seither ist er als Alessandro Cipriano unterwegs und baut sich in London eine Existenz als lyrischer Tenor im Crossover-Bereich auf. «Es ist schwierig, sich in der Schweiz als klassischer Mainstreamsänger zu etablieren», sagt er. Der Markt sei einfach zu klein.

Trotzdem lebt er mit seinem Partner auch in der Schweiz. Ihre Wohnung hoch über dem Zürichsee gestaltet er genau so, wie es ihm entspricht: verspielt, barock, nostalgisch und ohne Kompromisse.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Gilomen, Biel
    Ich habe die Zweitausstrahlung am Sonntagabend mit Interesse verfolgt, war aber dann sehr enttäuscht, als die Sendung wegen Nachrichten und Sport vor 23.00 h abgebrochen wurde. Klar kann ich am PC den Rest noch hören, aber längst nicht alle Zuhörer verfügen über einen Computer! In solchem Fall wäre es doch sicher möglich, den Rest nach 23.00 h (Nachrichten, Sport und Wiederholung Vetter's Töne) noch zu senden?
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  • Kommentar von Heinz Hertig, 3604 Thun
    Eine wirklich berührende und bereichernde Sendung, bei der einfach alles stimmte: Katharina Kilchenmann, welcher es immer wieder gelingt, in einer entspannten Atmosphäre anspruchsvolle, z. T, überraschende und substanzielle Fragen zu stellen, welche mit dem ursprünglichen Sinn dieser Sendung etwas zu tun haben: "Persönlich". Und Gäste, so wie heute Alessandro Cipriano und Ursula Gauch, die zu einer Gesprächstiefe bereit sind, welche unter die Haut geht. Wunderbar!
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