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Radio SRF 1 Kein Zweifel: Brasilien wird Weltmeister!

Auf Fussball-Sachverstand oder Bauchgefühl wollen sich Wissenschaftler und Ökonomen bei ihren WM-Prognosen nicht verlassen. Ob Messi in Form ist oder Neymar Zirkustricks aufführt ist ihnen egal, sie setzen auf mathematische Methoden – und haben fast alle den gleichen Favoriten.

Neymar jubelt, Aktienkurve im Hintergrund.
Legende: Die Aktien stehen gut: Brasilien mit Superstar Neymar ist in vielen Prognosen der Topfavorit. Keystone/Colourbox (Bildmontage)

Die Analysten diverser Grossbanken, Mathematiker und Statistiker haben ihre Computer mit massenhaft Daten gefüttert: Historische Erfolge, Weltranglisten, Wettquoten, Spielerdaten, Zufallsvariablen und viele Details mehr flossen in die verschiedenen Simulationen ein. Doch das Ergebnis ist fast immer dasselbe: Brasilien wird ziemlich sicher Weltmeister.

Da fragt man sich: Warum wird überhaupt noch gespielt? Weil der Fussball eben doch immer Überraschungen bereithält. «Ich hätte nie gedacht, dass wir die WM so früh würden verlassen müssen», sagte Spaniens Trainer Vicente del Bosque nach dem blamablen Ausscheiden in der Vorrunde. Auf der richtigen Spur waren die Experten der Danske Bank, die für Spanien eine grosse Enttäuschung prophezeiten. Ganz so schlimm hätten es aber auch die Analysten der Bank nicht erwartet: Sie sahen den Titelverteidiger immerhin im Viertelfinal.

Schlägt tierischer Instinkt die Analysen der Wissenschaft?

Krake Paul sitzt auf der Kiste mit der spanischen Flagge.
Legende: Das einzig wahre Tier-Orakel: Krake Paul bei der Arbeit. Keystone

Seit Krake Paul an der WM 2010 für alle Spiele der deutschen Mannschaft den richtigen Sieger voraussagte, haben Tier-Orakel Hochkonjunktur. Welche Spezies schlägt die wissenschaftlichen Analysen? Am Dresdner Max-Planck-Institut ist man spasseshalber, aber mit Feuereifer dabei, Tiere auf ihre Tipp-Gene zu untersuchen. Frösche, Fliegen und Würmer treten unter den unbestechlichen Augen der Forscher zur Siegervorhersage an.

Wenn der neue Weltmeister feststeht, werden die Wissenschaftler auch die Tierart mit der besten Orakelfähigkeit ausgemacht haben. Wer weiss – vielleicht verfügen ja Fliegen über das absolute Fussball-Gespür?

Auch Stephen Hawking würde auf Brasilien wetten

Einer, der den Vergleich mit dem grossen Krakenorakel nicht scheuen muss, ist Stephen Hawking: «Sie haben festgestellt, dass ich als theoretischer Physiker marginal besser qualifiziert bin, Vorhersagen zu machen, als Paul, der Krake», sagte er und wagte sich an die schwierige Aufgabe, Erfolgsfaktoren für die englische Mannschaft zu errechnen.

Stephen Hawking mit England-Fanschal.
Legende: Fant für England, setzt auf Brasilien: Stephen Hawking. Keystone

Rote Trikots, ein moderates Klima am Spielort, europäische Schiedsrichter und blonde Elfmeterschützen hätten dem Mutterland des Fussballs demnach helfen können. Dass das bei Spielorten wie Manaus in Brasilien nicht gutgehen kann, war dem Physiker wohl schnell klar: Er werde zwar England anfeuern, sagte Hawking, «aber mein Geld setze ich auf Brasilien.» Gute Entscheidung, denn die Engländer sind längst ausgeschieden – schweissgebadet und in weissen Trikots.

Es gibt also viele komplizierte Ansätze, aber fast nur einen Tipp: Brasilien wird Weltmeister. Darauf hätte man mit einem Blick in die Statistik auch als Laie kommen können – die Brasilianer haben seit 2002 kein Heimspiel mehr verloren.

6 Kommentare

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  • Kommentar von peter muster, mond
    ich sags ganz einfach.... keiner der drei erstgenannten wird weltmeister !!
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  • Kommentar von Thomas Berli, St. Gallen
    Die Resultate geben Brasilien eine Chance von 12% bis 45%. Sie mögen zwar die besten Chancen haben - dass sie aber "ziemlich sicher Weltmeister" werden oder gar "kein Zweifel" da wäre, ist völliger Humbug. Selbst eine Prognose von 45% heisst, dass die Chance grösser ist, dass Brasilien NICHT Weltmeister wird. Nimmt man den Durchschnitt der Resultate muss man sagen, dass die Chance 3x grösser ist, dass EIN ANDERES Team Weltmeister wird als Brasilien. Der ganze Artikel ist also auf nichts basiert!
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    1. Antwort von Redaktion SRF 1
      Natürlich ist das zugespitzt formuliert und mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Bemerkenswert bleibt trotzdem, dass trotz der schwachen Jahre der Brasilianer quasi jede Analyse zum gleichen Ergebnis kommt und Brasilien mit deutlichem Abstand als Favorit sieht. Da der Fussball zum Glück ein Stück weit unberechenbar bleibt, lassen wir uns einfach überraschen...
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  • Kommentar von André P., ebikon
    Was haben Banken mit Fussball zu tun?? wieso sollte Brasilien sowieso Weltmister werden??2002 waren sie zuletzt Weltmeister, also schon vor 12 Jahren...und das war mit den alten Stars Ronaldo und Co...dazwischen waren sie mies...2010 waren sie doch auch favoriten aber sind relativ früh gescheitert, und Südamerikameister sind sie ja auch nicht geworden sondern Uruguay...wenn alle sagen Brasilien wird Weltmeister erzeugt das grossen Druck bei den Spielern...Deutschland wird's sagt mein Gefühl.....
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    1. Antwort von Redaktion SRF 1
      Die Banken versuchen ja tagtäglich, aufgrund vorhandener Daten künftige Entwicklungen vorauszusagen. Die WM-Prognosen haben sich fast schon zur Tradition entwickelt und die «Trefferquote» der statistischen Modelle ist häufig nicht schlecht. Aber der Fussball lässt sich zum Glück nicht exakt berechnen.
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