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Radio SRF 1 «Krokodil» am Ziel: Die legendäre Lok ist endlich in Schweden

Die Schweizer Lokomotive reiste auf Einladung des Schwedischen Eisenbahnmuseums für ein Fest nach Gävle (Schweden). Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sollte die Reise dorthin ganze acht Tage dauern, doch daraus wurde nichts. Die Geschichte einer Odyssee mit Happy End.

Das «Krokodil» Ce 6/8 III 14305 soll am grossen Eisenbahnfest rund 170 km nördlich von Stockholm zu besichtigen sein. Denn, so die Begründung: Generationen von schwedischen Kindern seien mit einem Spielzeugmodell der historischen Lokomotive aufgewachsen. Noch heute stehe es in vielen schwedischen Wohn- und Kinderzimmern.

16 Tage gemächlich unterwegs

Am Montagmorgen, 31. August, begann die Reise nach Schweden in Olten – mit rund drei Dutzend Gästen an Bord. Aufgrund der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und etlichen technischen Kontrollhalten sollte die Fahrt insgesamt acht Tage pro Weg dauern.

Ein Gleitlager macht Ärger

Am 2. September war der schöne Reiseplan allerdings schon hinfällig. Ein Gleitlager hatte sich massiv erhitzt und musste repariert werden. Tagelang steckte das «Krokodil» in der Nähe von Berlin fest.

Während die Passagiere schweren Herzens weiterreisten und bereits mit der Fähre im südschwedischen Hafenstädtchen Ystad angekommen waren, arbeiteten die Techniker in Berlin mit Hochdruck am Lokomotiven-Defekt. Dann ging es mit einer Vorspannlokomotive weiter, immer weiter in Richtung Norden.

Endlich in Schweden

Am 9. September war es dann soweit: Um 11:40 Uhr passierte das «Krokodil» auf der Öresundbrücke die schwedische Grenze, was für Hochgefühle bei der Besatzung und bei zahlreichen einheimischen Eisenbahnfreunden sorgte. Nun kann die legendäre Lok ausgiebig bestaunt, bewundert und fotografiert werden, bevor es für das Reptil an die – hoffentlich störungsfreie – Rückreise geht.

Archivperle von 1979: Die Fotografen warten auf das «Krokodil»

Nicht nur im hohen Norden, auch hierzulande ist das «Krokodil» seit Jahrzehnten bei Eisenbahn-Fans beliebt. Dies zeigt die Archivperle aus dem Jahr 1979. In der Sendung «Karussell» warten die Fotografen gespannt, bis die fahrende Legende um die Ecke biegt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Rauch-Romano, Zweilütschinen
    Wenn man Berlin als Province eines Reporter von DRS1 bezeichnet braucht mann sich nicht wunden,das es keine Ersatztele für das Krokodil gibt. Man hätte ja in Falkenberg(Elster) oder in Jüterbog anrufen könnenwegen Ersatzteilen. An die SBB es gibt auch in Deutschland Fährverbindungen nach Schweden (Rostock bzw. Sassnitz) nur zur Kenntnis.Ihr sender und die SBB haben sogar meine schweizerische Frau geschockt der Ort in Thüringen heisst Eisenach.( Wie das Ei) das sollte ein Eisenbahner wissen.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Erweckt alte 60er Jugenderinnerungen, als ich das „Ungetüm“ noch auf der Strecke sah. Wünschte mir für meine recht umfangreich angewachsene Fleischmann-Modelleisenbahn diese Lokomotive. Wurde nichts daraus, dafür wurden mir andere bescheidene „Begehren“ erfüllt ;-) Wünsche den Teilnehmern dieses seltenen Abenteuers viel Spass und tolle Eindrücke.
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