«Leben vor 500 Jahren» Geschafft! Das war die Pilgerreise mit Ralph Wicki

Am Freitagabend sind unsere Pilger kaputt, aber überglücklich in Freiburg angekommen. Von Basel nach Freiburg haben sie rund 240 Kilometer unter die Füsse genommen. Jetzt heisst es «Zurück in die Gegenwart». Sie legen ihre mittelalterlichen Kleider ab und kehren in den gewohnten Alltag zurück.

In 12 Tagen von Basel nach Freiburg

Am 23. Juli startete beim Basler Münster die Pilgerreise von Ralph Wicki und den vier Radio SRF 1-Hörerinnen und -Hörern Andrea Reber (36), Marie-Therese Zgraggen (63), Noël Emmenegger (24) und Frowin Bachmann (52). 12 Tage war die Gruppe unterwegs – und legte bis nach Freiburg rund 240 Kilometer zurück. Alle Infos zum Projekt.

Freitag, 4. August – die letzte Etappe

Von Rüeggisberg geht es nun Richtung Freiburg, wo die Pilgerreise zu Ende geht. Eine nahrhafte Etappe – 30 Kilometer. Zuerst geht es hinunter nach Helgisried und ins Tal der wilden Schwarzwasser. Auf der anderen Seite geht es steil wieder hoch, nach Schwarzenburg und durch den Sensegraben. In Tafers werden die Pilger vom Glöcklein der Jakobskapelle empfangen. In Freiburg angekommen, können die Pilger wieder zurück in ihren gewohnten Alltag.

Donnerstag, 3. August

Ralph Wicki ist gesundheitlich angeschlagen, hat eine schlimme Nacht hinter sich um musste sich mehrmals übergeben. Er muss daher eine Pause einlegen, möchte die Pilgerreise jedoch unbedingt zu Ende laufen. Daher plant er im Laufe des Nachmittags wieder zur Gruppe zu stossen, sofern seine Gesundheit dies zulässt.

Video «Ralph Wicki muss Pause machen» abspielen

Ralph Wicki muss Pause machen

0:48 min, vom 3.8.2017

Ralphs Mitpilger wünschen ihm gute Besserung und nehmen die Etappe Bern – Rüeggisberg wie geplant unter die Füsse.

Am Donnerstagabend treffen die Pilger in der Ruine Rüeggisberg ein. Von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr verwandelt sich diese in eine Gartenwirtschaft fürs Publikum – mit Mittelalterdarstellern, Gauklern und Musikern. Die Pilger erreichen die Ruine im Laufe des Fests und verbringen dort ihre letzte Nacht.

Es sind viele Fragen zur Pilgerreise von Ralph Wicki zusammengekommen. Wir haben sie gesammelt und Ralph Wicki hat viele dieser Fragen live beantwortet.

Mittwoch, 2. August

Unsere Pilger verlassen Burgdorf auf dem Jakobsweg. Er führt durch den Wald und entlang angrenzender Hügelhänge vorbei am südlich gelegenen Oberburg. Weiter geht es entlang der Hügel hinauf nach Zimmerberg. In gleicher Höhe bleibend geht es in südlicher Richtung durch den Wald, bis die Pilger kurz vor Krauchtal ins Tal absteigen. Von hier geht es wieder bergwärts über die Chlosteralp entlang dem Lindental.

Dann wieder hinunter via Stettlen ins dichtbesiedelte Gebiet in Richtung Berner Innenstadt. Im Mattequartier finden die Pilger Schutz für die Nacht.

Video «Was bedeutet unseren Pilgern die Schweiz?» abspielen

Was bedeutet unseren Pilgern die Schweiz?

0:52 min, vom 1.8.2017

Dienstag, 1. August

Heute winkt eine Flachetappe! Nach den vielen Höhenmetern der letzten Tage führt ein grosser Teil des Weges heute gemächlich entlang der Emme. Das Ziel ist Burgdorf und das Nachtlager der Pilger ist im Siechenhaus.

Video «Über Highlights und schöne Momente» abspielen

Über Highlights und schöne Momente

1:10 min, vom 31.7.2017

Montag, 31. Juli

Nach dem Ruhetag geht es weiter mit einer Etappe von 15 Kilometern. Die Pilger erklimmen als erstes den höchsten Punkt ihrer Reise, den Weissenstein – die Sonnenterrasse der Solothurner mit wunderschönem Panorama.

Beim Abstieg führt der Weg durch die Verenaschlucht. Unterschlupf finden die fünf Pilger im Kloster Namen Jesu in Solothurn.

Video «Rückblick über die erste Pilger-Woche» abspielen

Rückblick über die erste Pilger-Woche

3:32 min, vom 28.7.2017

Sonntag, 30. Juli

Sonntag, Ruhetag! Am siebten Tag des Pilgerabenteuers durften die Pilger entspannen. Auf dem Weiler Sollmatt ausserhalb von Welschenrohr verbringen sie den Tag mit den Wollsäuli und Bernhardinern – und sie legen die Füsse hoch. Am Montag geht es weiter Richtung Solothurn.

Samstag, 29. Juli

Nach einer kurzen Verschnaufpause bei der Familie Dietschi im Schatten der Neu-Bechburg nehmen Ralph Wicki und seine Mitpilger Abschied von der Familie. Die Tagesetappe führt die Pilgergruppe nach Welschenrohr. Speziell an dieser Etappe ist die wunderbare Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau – bei ganz klarer Sicht sieht man sogar noch weiter.

Freitag, 28. Juli

Ruhetag für die Pilger? Pustekuchen! Während Familie Dietschi mit zwei Pilgern zur Mühle wandert, um dort das gedroschene Korn zu mahlen, bewachen die restlichen Pilger das Bauernhaus im Schatten der Burg.

Dort hatte Ralph Wicki übrigens die Nacht im angeblich verspukten Schlossturm verbracht – vom Geist war aber nichts zu sehen. Dafür erhielt er Besuch von einem Siebenschläfer.

Donnerstag, 27. Juli

Der vierte Tag war der entspannteste Tag. Pferdebauer Christoph Saner bot der Gruppe an, sie mit seinem Pferdewagen mitzunehmen. Ganze 9 Kilometer legen die Pilger zu Pferd zurück und kommen nach einem Marsch von 5 Kilometern endlich bei der Familie Dietschi im Schatten der Neu-Bechburg an.

Dort wird nun übernachtet – alle ausser Ralph Wicki. Ihn haben die SRF 1-Hörer im Voting für eine Nacht im Schlossturm auserkoren. Eine Nacht beim Schlossgeist? Hmm... kuschlig!

Video «Ralph Wicki nach der Heuboden-Nacht» abspielen

Ralph Wicki nach der Heuboden-Nacht

0:57 min, vom 27.7.2017

Mittwoch, 26. Juli

Video «Vier essbare Wildkräuter» abspielen

Vier essbare Wildkräuter

1:01 min, vom 27.7.2017

Die dritte Etappe der Pilgerreise ist ein wenig entspannter als die gut 30 Kilometer vom Vortag.16 Kilometer über die Hohe Winde wandern die Pilger vor wunderschönem Panorama dem Pferdehof Dubhof entgegen.

Dort werden sie von Christoph Saner empfangen, der dort mit seiner Familie im 1593 erbauten, ältesten Haus des Guldentals lebt.

Nach einer Nacht im Heustock brechen die Pilgerer am Donnerstagmorgen Richtung Oensingen auf, wo sie auf die Familie Dietschi treffen werden.

Dienstag, 25. Juli

Die zweite Etappe der Pilgerreise führt am Dienstag hoch hinaus: Von Mariastein marschiert Ralph Wicki mit den Mitpilgern über den Blauepass und durchs Chaltbrunnental.

Ankunft ist nach gut 30 Kilometern im Kloster Beinwil. Es geht über Pässe und durch Schluchten.

Bei Grellingen überqueren die Pilger die Birs. Die Zuschauer haben in einem Voting entschieden, dass die Pilger jedoch nicht die Brücke benutzen dürfen, sondern wie anno 1517 durch den Fluss müssen.

Montag, 24. Juli

Die erste Nacht der Reise übernachten die fünf Pilger in einer Höhle im Wald. Denn 1517 exisitierte das Kloster Mariastein noch nicht. Also richtet sich die Pilgergruppe um «Nachtclub»-Moderator Ralph Wicki in der Höhle ein, hält sich am Lagerfeuer warm und schläft so gut es unter diesen Umständen halt geht.

Gegen Ende jeden Tages setzt sich «Nachtclub»-Moderator Ralph Wicki mit seinen Mitpilgern zusammen und spricht über Lebensfragen. Die Gespräche über die Lebensfragen hören Sie im Audio.