Maja Brunner: Energiebündel mit vielen Facetten

Maja Brunner lässt sich nicht in eine Schublade zwängen. Die Sängerin aus Küsnacht interpretiert Swing, Soul oder Gospel ebenso gerne wie Schlager. Als Schauspielerin hat sie bei erfolgreichen Produktionen mitgewirkt. Die Frohnatur war Gast im «Musik-Domino» am Pfingstmontag auf Radio SRF 1.

«Mit Musik durchs Leben», das wäre der passende Titel für die Biografie von Maja Brunner. Musik hat die temperamentvolle Sängerin seit ihrer Kindheit begleitet. Ihr Vater Ernst Brunner war Klarinettist und Leiter eines bekannten Tanz- und Unterhaltungsorchesters. Ihre Mutter Alice hat ihr das italienische Temperament und die Fröhlichkeit mit in die Wiege gelegt.

Statt Blockflöte lernte Maja Brunner mit elf Jahren Klarinette und Saxophon spielen. Kurze Zeit später trat sie der Knabenmusik bei.

Bevor die Bühne zum Hauptparkett von Maja Brunner wurde, wählte sie beruflich einen traditionellen Weg. Sie absolvierte die Handelsschule der Stadt Zürich und arbeitete 20 Jahre lang hauptberuflich als Sekretärin. Nebenbei pflegte sie mit viel Leidenschaft ihr liebstes Hobby: die Musik.

Vom Pop zum Schlager

Zu Beginn gilt Maja Brunners Vorliebe der Pop-, Soul- und Funkmusik. Als Sängerin verdient sie sich bei Bands wie «Tomorrow», «Date of Birth» oder «Ana» ihre Sporen ab. Einen ersten Erfolg als Schlagersängerin feiert sie 1970 mit dem Sieg am Schlagerfestival in Glarus.

Zwei Jahre später formieren sich Piera Martell, Marc Dietrich, Maja Brunner und Franz Müller zur Gesangsgruppe «Swiss Union» für den «Grand Prix d’Eurovision de la chanson». Bei der Schweizer Vorausscheidung erreicht das Quartett Platz 2.

Maja Brunner in der Pose einer Flamenco-Tänzerin bei einem Auftritt 1988 in Nürnberg.

Bildlegende: «Das chunnt eus spanisch vor» Maja Brunner im Jahr 1988 bei einem temperamentvollen Auftritt in Nürnberg. zvg

Den grossen Durchbruch als Schlagersängerin erlebt Maja Brunner 1987. Mit dem mitreissenden Titel «Das chunnt eus spanisch vor» gewinnt  sie in der Dortmunder Westfalenhalle den «Grand Prix der Volksmusik». Das gleichnamige Album wird mit Gold ausgezeichnet, ebenso das Nachfolgealbum «s’funket». Dann geht Maja Brunner erstmals auf Schweizer Konzerttournee, zusammen mit ihrem Bruder Carlo Brunner.

Vom Schlager zum Swing

Zwar hat die Schlagermusik Maja Brunner den Durchbruch verschafft, sie auf Schlagermusik zu reduzieren wäre aber falsch. 1996 geht sie mit John Brack und dem klassischen Sänger Simon Estes auf Christmas-Tour. Vier Jahre später interpretiert sie auf der grossen Weihnachts-Tournee traditionelle Gospel-Songs. Mit der «Let’s-Go-Big-Band» präsentiert sie Swing vom Feinsten, an zwei grossen Gala-Konzerten in Einsiedeln. Erwähnenswert sind ausserdem die beiden Alben «La Dolce Vita» und «al dente», auf denen Maja Brunner italienische Hits aus den 50er und 60er Jahren interpretiert.

Schauspielerin Maja Brunner

Maja Brunner fühlt sich auf vielen Bühnen zu Hause, auch auf der Theaterbühne. Seit 1991 hat sie in den unterschiedlichsten Produktionen mitgewirkt.

  • 1991: Freilicht-Folklore-Musical «Seldwyla 91» auf der Rigi
  • 1993: Musical «Hotel Happy-End» von Hans Gmür im Bernhard-Theater
  • 1996: Weibliche Hauptrolle in der musikalischen Komödie «Bongo, Bongo» von Hans Gmür
  • 1999: Musikalisches Bühnenprogramm «Divamix»
  • 2002: Witzig-freche Lieder Revue «Sekretärinnen»
  • 2005: Kömödie «Kille Kille» mit Erich Vock und Ensemble
  • 2006: Schwarze Komödie «Baby Balla Balla» mit Erick Vock und Ensemble
  • 2009/10: Die Rolle der Irma in «Die kleine Niederdorfoper»

Moderatorin Maja Brunner

Seit März 2008 moderiert Maja Brunner regelmässig die Schlagersendung «Hit-Welle», jeweils am Samstag zwischen 13.00 und 14.00 Uhr auf SRF Musikwelle.