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Radio SRF 1 Makellos sinnvoll?

Ein Grossverteiler will vom Hagel zerschlagene Aprikosen in den Verkauf bringen und ab August auch mehrbeinige Karotten unter dem Label «Ünique» anbieten. Eine tolle Idee aber eine, die nicht makellos ist, wie Radio SRF 1- Redaktorin Christine Hubacher findet.

Karotten mit vier und fünf Beinen.
Legende: Launen der Natur Vier- und Fünffachkarotten aus einem Acker bei Ried (AG). Diese Karotten zog Urs Fürst in Ried (AG) aus einem Acker. Keystone

Was nicht makellos ist, lassen die meisten Konsumentinnen und Konsumenten in den Regalen liegen. Deshalb kommen Gemüse und Früchte, die nicht der Norm entsprechen, meist gar nicht erst in die Läden. Sie werden von der Gastronomie oder der Industrie verarbeitet.

Jetzt geht ein Grossverteiler neue Wege und will Aprikosen mit kleinen Flecken als «Hagelaprikosen für Konfitüre» anpreisen uns der Kunschaft schmackhaft machen. Im August sollen dann Karotten, die nicht der Norm entsprechen, folgen.

Es gibt viele Gründe, diese Aktion zu befürworten. Bei der SRF 1-Redaktorin Christine Hubacher hält sich die Euphorie jedoch in Grenzen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Anton Schleiss, Hünenberg
    Der Kommentar von Frau Hubacher ist mehr als negativ. Das ja noch etwas Erde zwischen diesen Spezien haften könnte hat sie völlig aus dem Häuschen gebracht. Vielleiche hat sie vergessen, das Gemüse normalerweise auf Erde wächst, und nicht auf Watte. Und Erde ist durcheaus etwas natürliches, das weiss sie vielleicht auch nicht mehr weil sie in Regal eines Supermarktes aufgewachsen ist. Kommentare ja, aber bitte so, dass die Natur nicht zur Chemiefabrik gemacht wird.Anton Schleiss Food Consultant
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  • Kommentar von André Perler, Wünnewil
    ...geradezu pervers, die Natur dermassen normieren zu wollen. Wo führt das noch hin? Nur weil einige Menschen zu faul sind, etwas weniger perfekt aussehende Lebensmittel zu kaufen, sollen die ansonsten absolut einwandfreien Früchte und Gemüse weggeworfen werden? Zum Glück hat Coop jetzt auf den Unmut in der Bevölkerung über die massive Lebensmittelvernichtung reagiert und verkauft auch Essen, das nicht der Norm entspricht. Jetzt ist es an uns KonsumentInnen, dies auch zu kaufen.
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  • Kommentar von André Perler, Wünnewil
    Beim Hören dieser Glosse verschlägt es mir glatt die Sprache! Wie um alles in der Welt kann man solch einen Entscheid kritisieren? Natürlich macht Coop da wieder ein Geschäft draus und bessert sich wohl nur marginal. Aber es ist doch immerhin ein Anfang, um weniger Lebensmittel zu verschwenden. Fragen Sie mal einen Bauern, was er alles wegwerfen muss, nur weil die Grossverteiler den KundInnen nicht zutrauen, eine unförmige Kartoffel oder ein zweibeiniges Rüebli zu essen. Ich finde es...
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    1. Antwort von Sandra Wilhelm, Oftringen
      Danke für Ihren treffenden Kommentar. Ich bin genau auch Ihrer Meinung.
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