Mehr Regen – mehr Arbeit

Die Regenfälle der Woche brachten beiden «Persönlich»-Gästen von Christian Zeugin mehr Arbeit: «Meteo»-Moderatorin Sandra Boner leistete auf der Wetterredaktion Überstunden – und der Solothurner Kino-Unternehmer Heinz von Gunten hatte während der verregneten Sommertage mehr Besucher als gewöhnlich.

Heinz von Gunten und Sandra Boner unter dem Regenschirm.

Bildlegende: «Persönlich»-Gäste auf dem Weissenstein: Heinz von Gunten und Sandra Boner. Bildmontage SRF

Sandra Boner (39)

«Unwettersituationen wie die der laufenden Woche erlauben wenig Lockerheit in Wetter-Moderationen», erklärt Sandra Boner und fährt fort: «Die Überschwemmungen haben die Menschen in den Regionen zum Teil in echte Notlagen gebracht, das verlangt nüchterne Sachlichkeit und klare Informationen.» Sie werde gerade jetzt in der Öffentlichkeit tagtäglich von Passanten auf das Wetter angesprochen. «Die Leute sind aber enorm wohlwollend und freundlich und wissen schon, dass ich für den Regen nicht verantwortlich bin.»

Schwerer Start auf dem Dach

Sandra Boner auf dem Dach der Wetterredaktion.

Bildlegende: Sandra Boner. SRF

Die erste Zeit als «Meteo»-Moderatorin auf dem Dach des Fernsehstudios vor zwölf Jahren sei nicht leicht gewesen: Das Wetter nach der Hauptausgabe der Tagesschau wurde erstmals live ausgestrahlt und war nicht mehr aufgezeichnet. Der Druck in der Öffentlichkeit sei riesig gewesen, erzählt die 39-Jährige. «Die Rückendeckung und Unterstützung aus der Familie und dem Team der Wetterredaktion halfen mir, mich durch diese schwierige Anfangszeit durchzubeissen», sagt sie rückblickend.

Die ausgebildete Ergotherapeutin pendelt zwischen ihrem Wohnort in Solothurn, wo sie mit ihrem Partner und den beiden Söhnen lebt, und dem SRF-Studio am Leutschenbach in Zürich. Die ersten Jahre arbeitete Sandra Boner als Therapeutin weiter in einem Zentrum für Menschen Behinderungen. Heute setzt sie aber ganz auf die Karte als Wettermoderatorin am Radio und im Fernsehen.

Heinz von Gunten (66)

«Die Magie der Kinofilme faszinierte mich schon früh», erzählt Heinz von Gunten mit einem Leuchten in den Augen. In Konolfingen, wo er seine Kindheit verbrachte, habe es bereits ein Saalkino gegeben. Als 12-Jähriger half er damals, die Stühle aufzustellen, wenn ein Film gezeigt wurde. Als Teenager dann sagte er seinen Eltern auch mal, dass er «ins Naturhistorische Museum in Bern» gehen würde. Stattdessen besuchte er das Kino.

Dank Emil nach Solothurn

Porträt von Heinz von Gunten.

Bildlegende: Heinz von Gunten. zvg

Mit 25 kam Heinz von Gunten nach Solothurn und übernahm, frisch verheiratet, gleich zwei Kinos. Seither sind die Kinos Palace und Capitol fest in der Hand der Familie von Gunten. Der Tipp an die vorherigen Kinobesitzer kam von Emil Steinberger, der die Kinos als Betreiber hätte übernehmen können. Dieser lehnte aber ab, da er in den frühen 1970er-Jahren bereits mehr und mehr auf seine Karriere als Kabarettist zu setzen begann.

Sieben Kinoleinwände in einer kleinen Stadt mit gut 16'000 Einwohnern – das ist in der Schweiz einmalig. Die Solothurner seien tatsächlich absolute Filmfreunde, und das nicht nur wegen der Solothurner Filmtage, sagt Heinz von Gunten. Er legt Wert darauf. nicht nur als «Kinobesitzer» bezeichnet zu werden. «Ich bin Kinounternehmer, mit dem Besitz allein verdienen wir nichts.» Um sich neben den grossen Mulitplex-Kinos behaupten zu können brauche es eine persönliche Betreuung der Besucher und innovative Ideen für Filmanlässe. Ein Besuch in den Kinos der Familie von Gunten soll ein echtes Erlebnis sein.

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