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Radio SRF 1 Nach der Trennung: Ziehen Väter den Kürzeren?

Gehen Paare auseinander, fühlen sich Väter oft benachteiligt. Männerorganisationen kritisieren, dass Mütter bei der Sorge um die gemeinsamen Kinder bessere Karten haben. Darf das sein? In der Sendung «Forum» diskutierten Gäste mit Hörerinnen und Hörern.

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56 min, aus Forum vom 22.03.2018.

Nach einer Trennung sollen Väter wie Mütter sowohl Kinder betreuen wie auch einer Erwerbsarbeit nachgehen können. So will es das neue Unterhaltsrecht. Das heisst: Es fallen nicht nur Betreuungskosten für die Kinder an, sondern auch Unterhaltszahlungen für jenen Elternteil, der sich mehr um den Nachwuchs kümmert. Noch ist das häufig die Mutter.

Mutter betreut – Vater arbeitet

Viel zu häufig werde nach der Trennung das traditionelle Familienbild «Mutter betreut - Vater arbeitet» fortgeführt, kritisierte jüngst Männer.ch, der Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen. Männer würden so zu «Bezahlvätern» degradiert.

Dabei würden Männer zum Teil gerne ihr Arbeitspensum reduzieren, sich mehr um die Kinder kümmern. Doch dann müssten auch die Unterhaltszahlungen sinken. Denn gerade bei Unverheirateten geht das neu auch ins Geld.

Rollenteilung früh überdenken

Behörden machen geltend, dass sich die Regelung nach einer Scheidung oder Trennung primär nach dem Wohl des Kindes orientiert. So sei beispielsweise die Forderung nach geteilter Obhut oft nur dann sinnvoll, wenn dieses Familienmodell schon vor einer Trennung gelebt worden sei.

Sind die Klagen der Männer berechtigt? Oder stellen die Bedürfnisse von Trennungsvätern nach gleich langen Spiessen unser Familienleben unnötig auf den Kopf?

Gäste in der Sendung sind:

  • Charlotte Christener-Trechsel, Präsidentin der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Bern
  • Oliver Hunziker, Präsident der Vereinigung für gemeinsame Elternschaft und des Vereins für elterliche Verantwortung

61 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Reichmuth (mwr)
    Ziehen Väter nach der Trennung den Kürzeren? - wohl eine rhetorische Frage. Offensichtlich sind sie das, die heutige Unrechtsprechung diskriminiert Männer systematisch. Eine Gesetzesänderung in den Kantonen ist vordringlich: dass Standesämter keine Ehen mehr schliessen dürfen ohne Vorliegen eines Ehevertrages, in dem die Heiratswilligen ihre Präferenzen bez. Arbeitsteilung, Güter, Rollen etc. klar festgelegt haben. Schweizer Männer (Lämmer?) sind nur noch naiv, wenn sie nicht darauf bestehen.
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  • Kommentar von Patrick Denzler (olosde)
    Ich habe Kenntnis von einem Urteil, das mehr als nur skurril anmutet: Mutter: "ich werde mein bisheriges Arbeitspensum von knapp 50% auf 30% reduzieren, da ich Weiterbildung plane" Gericht: "..tja dann leistet der Vater ab diesem Zeitpunkt entsprechend mehr Unterhaltszahlungen". Nicht, dass die Mutter mehr Zeit für die KInder in Anspruck nähem - nein für Weiterbildung. ... Vielleicht hätte der Vater auch gerne noch einige Kurse besucht?!
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  • Kommentar von Antoine Z. (Antoine75)
    Es wird Zeit nicht mehr als Opfer zu reden, schreiben usw weil am Ende ändert es sich nicht. Wir sollen für Kinder und Väter recht kämpfen. Wie die Suffragetten für Frauen Stimmrecht, wie die Schwarzen gegen das Apartheid in Süd Afrika, usw. sollen wir uns einigen um das Ende der Staat diskriminierung fördern. Warum funktioniert das alterniert Obhut in viel modern Ländern und es wäre nicht möglich in der Schweiz? Es sollt mal endlich aufhören!!!
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    1. Antwort von Elvis Fazlic (Elvis)
      Wir sind selber schuld. Wir versuchen etwas demokratisch zu bekämpfen, obwohl das Familienrecht gar nicht demokratisch ist. Es gibt nur eins: Demostration, Revolution, Druck und Boykott. Mit dem ganzen blablabla werden wir nur noch mehr verarscht. Ich für mich habe das Sorgerecht und Besuchsrecht abgegeben - wieso brauche ich etwas in der Theorie, wenn ich in der Praxis nicht bekomme? Ich bin dafür alle Familiengerichte, KESB usw zu ignorieren und nur noch Demonstration....
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