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Radio SRF 1 «No Billag»: Ja oder nein?

Am 4. März 2018 stimmen wir darüber ab, ob die Radio – und Fernsehgebühren abgeschafft werden sollen. Die Initianten kritisieren, dass auch jene für die Angebote bezahlen müssen, die sie nicht nutzen. Die Gegner befürchten einen Kahlschlag in der Medienlandschaft und eine Gefährdung der Demokratie.

Legende: Audio «No Billag»: Die Sendung «Forum» zum Nachchören abspielen.
55 min, aus Forum vom 16.11.2017.

Die Initianten wünschen sich mehr Entscheidungsfreiheit für den einzelnen Bürger und kritisieren, dass alle für ein Angebot bezahlen müssen, auch wenn sie es gar nicht nutzen.

Die Gegner der «No Billag»- Initiative fürchten einen Kahlschlag des Service Public in der viersprachigen Schweiz und fragen sich, wer in Zukunft politische und kulturelle Inhalte ausgewogen produzieren wird.

Das will die Initiative

Die Initiative will Radio und Fernsehen in der Schweiz privatisieren. Der Bund dürfte keine Empfangsgebühren mehr erheben und keine Radio – und Fernsehstation subventionieren. Die Konzessionen für Radio und Fernsehen würden regelmässig versteigert werden.

Pro und Contra

Martin Candinas mit gestreifter Krawatte und Brille.
Legende: Gegen die Initiative: CVP-Nationalrat Martin Candinas. Keystone

Für CVP-Nationalrat Martin Candinas aus dem Kanton Graubünden ist klar: Bei einem JA zu «No Billag» drohe uns die mediale Wüste.

In einer direkten Demokratie sei es aber zentral, dass die Bürgerinnen und Bürger gut informiert seien. Das gehöre zur freien Meinungsbildung.

Wir haben dann noch TeleZüri, das sich mit Werbung finanzieren kann, aber die SRG und 34 weitere private Radio- und TV- Stationen müssten schliessen.
Autor: Martin CandinasNationalrat (GR)
Andreas Kleeb mit kariertem Hemd und Lederjacke.
Legende: Für die Initiative: Andreas Kleeb aus dem Komitee «No Billag». ZVG

Andreas Kleeb aus dem Komitee «No Billag» zeichnet ein anderes Bild. Die meisten Radio- und TV-Stationen könnten weiter existieren, auch die SRG.

Alle müssten allerdings in der Lage sein, sich selber zu finanzieren, mit Werbung oder Abogebühren.

Die Bürgerinnen und Bürger sind sicher bereit, für Sendungen, die ihnen gefallen, ein Abo zu bezahlen.
Autor: Andreas KleebKomitee «No Billag»

Das «No Billag»-Komitee findet, es solle nur angeboten werden, was auch nachgefragt werde.

Online-Diskussion

Die Online-Kommentarfunktion für diese Diskussion war bis am 17.11.2017, 16 Uhr offen.

226 Kommentare

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  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Wenn wir keine Billag mehr bezahlen, wir sich unsere Medienlanschaft drastisch verändern. Mehr Reklamen wie bei den Deutschen privaten. Billige ausländische Soaps Konserven und Wiederholungen. Und alle vergessen, dass das Radio der SRG genau so betroffen ist. Herr Sergio Gensetter die Mehrheit der Bevölkerung benutzt die SRG. Wenn die Nichbenutzer der SRG keine Billag bezahlen müssten so wie sie, könnte das die SRG ganz sicher vertragen.Ich arbeite nicht für die SRG.
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  • Kommentar von Dänu Knuchel (damajestro)
    Es wurden schon praktisch alle "Argumente" hier vorgebracht. Schlussendlich gibt's eine Frustabstimmung à la MEI. Kommt sie dann - wider erwarten - durch, weiss niemand so recht, was denn jetzt eigentlich zu tun ist und was passiert. Die Pro-Fraktion schneidet sich aber - der Radikalität sei Dank - ins eigene Bein. Medien werden teurer und ich werde der erste sein, die Bauern dem freien Markt auszusetzen. Für die will ich nämlich definitiv nicht zahlen und mache es akt. indirekt d. Subventionen.
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Viel Spass mit Tele Zürn und Tele Blocher, die neue, grosse, megamässige, sehr sehr ausgewogenen und unpolitischen Medienvielfalt in der Schweiz =) oder eher =(
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    1. Antwort von Stefan Müller (StefanMüller)
      TeleZüri in der Nähe von TeleBlocher zu setzen ist eine Frechheit. Die Privaten Medien arbeiten nicht weniger unabhängig als das SRF. Oder vielleicht sogar mehr. Da der Bundesrat, unsere Regierung über die Billag-Gebühren entscheidet und gar Leute in den Verwaltungsrat der SRG wählen kann.
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