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Radio SRF 1 «Panama Papers» – solche Skandale verändern die Gesellschaft

Die «Panama Papers» legen offen, was den gewöhnlichen Steuerzahler nicht verblüfft: Die grossen Fische finden immer einen Weg, ihr Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Ein Whistleblower und Journalisten haben den Offshore-Skandal aufgedeckt. Und jetzt?

Legende: Audio ««Forum»: Die ganze Sendung hören» abspielen. Laufzeit 54 Minuten.
54 min, aus Forum vom 07.04.2016.

Der Offshore-Skandal durch die «Panama Papers» zeigt auf, wie Gelder auf der ganzen Welt im grossen Stil vor dem Fiskus versteckt wurden. Die Liste ist lang und sie ist gespickt mit prominenten Namen.

Steueroasen ziehen Prominente an

Fussballgott Lionel Messi, Staatsoberhäupter und Filmschauspieler sind dabei, ein Fifa- Ethikkommissionsmitglied mischt ebenso mit, wie die Tochter eines ehemaligen chinesischen Ministerpräsidenten. Sie alle versteckten mutmasslich viel Geld vor dem Fiskus. Das taten sie in Offshore-Gesellschaften in Steueroasen wie Panama, den British Virgin Islands, Belize oder den Seychellen.

Unterstützung aus der Schweiz

Sie taten dies auch mit Hilfe von Schweizer Vermittlern. Etwas mehr als jedes sechste Geschäft wurde aus der Schweiz mit Hilfe von Anwälten und Finanzinstituten angeschoben. Das fand das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten heraus.

Das wirft Fragen auf, die wir mit Ihnen und Experten im Studio diskutierten.

Meinungen und Voten aus der Online-Diskussion waren auch Thema in der Sendung.

Legende: Video «Schweizer Banken involviert in Datenleck» abspielen. Laufzeit 2:31 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.04.2016.

28 Kommentare

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  • Kommentar von W. Stoffel, Thalwil
    Marco Steiner - Interessanter Ansatz! Geld ist doch per se nicht "Macht"? Allerdings sollte unter den Eliten (Politik + Wirtschaft) endlich einmal eine, vielleicht philisophische Diskussion über "Macht" stattfinden. Wäre wahrscheinlich interessant, was da zu Tage kommen würde ...
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  • Kommentar von Lukas Michel, 2560 Nidau
    Der normale Bürger zahlt für jeden Franken transparent Steuern, während Reichere intransparent ihr Geld am Fiskus vorbeischleusen. Dies schadet unserem Ansehen im In- und Ausland und gefährden real den sozialen Frieden in der Schweiz. Die Öffentlichkeit spart an allen Ecken- und Enden. Als Familienvater kann ich vieles nicht von den Steuren abziehen für unsere vier-köpfige Familie. Die gesetzliche Ungleichbehandlung ist wie ein Krebsgeschwür...
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  • Kommentar von Werner Stoffel, Thalwil
    Der nächste Skandal sind dann wohl endlich mal die Steueroasen der USA, Delaware, Florida und Nevada! Bundesrätin Widmer hat es bei den FATCA Verhandlungen verpasst, von den USA die Einführung eines amtlichen "Proof of Residence" zu verlangen. Auch von anderen, auch europäischen Staaten, ist so etwas noch nie eingefordert worden. FINMA und Bankiervereinigung verlangen von den Banken keine solchen Kundennachweise. Wenn solche elementaren Dinge fehlen, muss sich über Panama-Papers nicht wundern!
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